Titel: Verfahren um dem Gußeisen das Ansehen von Messing zu geben.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1832, Band 44, Nr. XLIX./Miszelle 12 (S. 230)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj044/mi044049_12

Verfahren um dem Gußeisen das Ansehen von Messing zu geben.

Man tauche das Gußeisen zuerst in ein schwefelsaures Bad von 18–20°, dann in reines Wasser, und endlich in eine Salmiak-Auflösung, welche aus dem 19ten Theile Salmiak besteht. Während dieß geschieht, schmelze man sehr feines Zinn, dem man auf 100 Theile Zinn 3 Theile Kupfer zusezt. Ist dieß geschmolzen und die Hize auf dem gehörigen Grade, so tauche man das Gußeisen in diese Mischung, wo dann das Zinn auf die Oberfläche desselben kommt. Soll das Stük polirt seyn, so muß man auch das Gußeisen vorher abdrehen und mit dem Glättstahle poliren.

Das Eisen, welches auf diese Weise behandelt wurde, erhält ganz das Ansehen des Messings. Damit die drei Unzen Kupfer leicht schmelzen, bringe man sie bloß mit 6 Pfund Zinn zusammen, und damit die Legirung vollkommen werde, tauche man eine, an einem Eisendrahte angespießte, Knoblauchzwiebel in dieselbe. Dieses Bad gieße man dann im Verhältnisse von 1 zu 15 in gewöhnliches geschmolzenes Zinn. (Aus dem Journ. d. connaiss. usuelles Januar 1831 im Bullet. d. Scienc. technol. Junius 1831, S. 85.)

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