Titel: Handel und Fabriken in Australien.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1832, Band 44, Nr. XLIX./Miszelle 25 (S. 234)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj044/mi044049_25

Handel und Fabriken in Australien.

Neu-Seeland wird in wenigen Jahren wahrscheinlich eine englische Colonie werden, deren Nuzen und Fortschritte nicht hinter jenen von Neu-Holland zurükbleiben dürften. Es haben sich bereits zahlreiche Colonisten daselbst niedergelassen, die vorzüglich den Hanf- und Flachsbau mit sehr gutem Erfolge betreiben. Aus Neu-Süd-Wallis wurden auch bereits zwei Abtheilungen Militär dahin abgesendet, um die jungen Colonien gegen die Angriffe der Eingebornen zu sichern. – Welchen Aufschwung die Landwirthschaft, die Fabrik-Industrie und der Speculationsgeist in Neu-Holland erhalten hat, ist wirklich unglaublich und beispiellos. Täglich erheben sich neue Anstalten, neue Fabriken, neue Unternehmungen, denen vorzüglich die freie Verfassung, und die große Erleichterung der Communication sehr gut zu Statten kommt. Während in manchen alten, deutschen Hauptstädten die so wohlthätige und nüzliche Einrichtung von sogenannten kleinen Posten noch fehlt, besizt die junge Hauptstadt Sydney bereits ihre eigene Two-penny-post, durch welche der Verkehr bedeutend erleichtert wird. Welche Ideen die Erleichterung des Verkehres zu Tage fördert, mag man daraus abnehmen, daß man es in Neu-Holland bereits vortheilhaft fand, Pökel-Fleisch nach England zu Markt zu führen! Sehr großen Einfluß auf alle diese Fortschritte hat die Neigung der Engländer Vereine und Gesellschaften zu bilden, und die Weisheit der Regierung, die sich in Vereins-Angelegenheiten nicht mischt, und nicht überall ihre Macht oder Unmacht zeigen will, durch welche sie sich im ersten Falle unbeliebt, im zweiten lächerlich macht. – Sydney besizt nun schon eine zweite See-Assecuranz-Compagnie mit einem Capitale von 150,000 Pfd. Sterl. (Aus dem Mechanics' Magazine Nr. 445.)

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: