Titel: Quarz-Sand als Düngungsmittel.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1832, Band 44, Nr. XLIX./Miszelle 38 (S. 238)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj044/mi044049_38

Quarz-Sand als Düngungsmittel.

Die Gärtner wissen sehr gut, daß der sogenannte Sandboden (vorausgesezt daß es Quarz- und nicht Kalksand ist) zu den fruchtbarsten und besten gehört, wenn man denselben mit der gehörigen Menge Humus zu vermischen, und in dem gehörigen Grade von Feuchtigkeit zu erhalten weiß. Der Zustand der Cultur um Nürnberg, Berlin, in mehreren Gegenden Deutschlands, Englands etc. beweist, daß dieß auch im Großen, beim Akerbaue, der Fall ist, wenn derselbe verständig betrieben wird. Der beste Boden an der Loire enthält 49, der beste Boden Englands 60, und ein äußerst fruchtbarer Boden um Turin 79 per Cent. kieselige Bestandtheile. Hr. Dutrochet hat die Fruchtbarkeit des Quarzsandes, die in Deutschland schon aus der Anwendung des Flußsandes als Düngmittel hinlänglich bekannt ist, neuerdings durch Versuche erwiesen, die er in einer sehr interessanten Abhandlung der Akademie zu Paris vorlegte. Besonders gut zeigte sich die Wirkung des Quarzsandes bei thonigem Boden, der durch Düngen mit solchem Sande eine weit größere und ergiebigere Ernte abwarf. Hr. Dutrochet gab in dieser Abhandlung außer seinen Versuchen auch eine sehr gründliche Erklärung der Wirkungsart des Sandes, die vorzüglich darauf beruht, daß der Sand die Wurzeln der Pflanzen mehr den beiden Hauptnahrungsmitteln derselben, der Luft und dem Wasser, zugänglich macht.

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