Titel: Ueber die Nähnadel-Fabrikation in Frankreich.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1832, Band 44, Nr. LXXIV./Miszelle 7 (S. 316)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj044/mi044074_7

Ueber die Nähnadel-Fabrikation in Frankreich.

Die Nähnadel-Fabrikation erfreut sich in Frankreich ungeachtet der Preise, welche die Société d'encouragement jährlich seit vielen Jahren für dieselbe bestimmt, noch immer keines größeren Aufschwunges, so daß der größte Theil des Bedarfes noch gegenwärtig aus England und Aachen eingeführt wird. Im Jahre 1834 meldete sich nur ein einziger Concurrent, Hr. J. Pelletier, Mechaniker zu Amboise, um den Preis von 3000 Franken, der ihm jedoch nicht ertheilt werden könnte, da seine Fabrik noch nicht die verlangte Menge Waaren in den Handel bringt, und daher auch noch nicht die gehörigen Garantien ihres Fortbestandes darbietet. Uebrigens scheint die Fabrik des Hrn. Pelletier gut eingerichtet, da in weniger als einer Minute der Stahldraht abgeschnitten, der Kopf durchstochen, und die Furchen am Oehre gebildet werden. Seine Fabrikate kommen den englischen und niederländischen sehr nahe, nur ist die Größe des Oehres nicht immer im gehörigen Verhältnisse mit dem Kopfe, und die Spize nicht immer ganz genau in der Achse der Nadel: eine Bedingung, die am schwersten zu erreichen ist. Auch an der Politur fehlt es noch etwas, und hie und da schneidet auch eine oder die andere Nadel im Oehre: ein Hauptfehler, den die Engländer in neuerer Zeit großen Theils aus ihren Fabriken glüklich verbannt haben. – Zur Aufmunterung erhielt Hr. Pelletier von der Gesellschaft die silberne Medaille zugestellt.

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