Titel: Krahn um die Särge in die Gräber zu versenken.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1832, Band 44, Nr. XCIV./Miszelle 9 (S. 398)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj044/mi044094_9

Krahn um die Särge in die Gräber zu versenken.

Hr. Baddeley brachte im Mechanics' Magazine Nr. 450 zur Sprache, wie unangenehm es ist, daß man bei der gewöhnlichen rohen und ungeschikten Manier, auf welche die Särge in die aufgegrabenen Gräber versenkt werden, häufig durch das widerliche und schauerliche Gepolter schmerzlich angegriffen, und überdieß auch noch in der Anhörung der Trauerreden gestört wird. Er frägt, warum man sich bei Großen allein die Mühe gibt, ihre irdischen Rests durch verschiedene Vorrichtungen auf eine ruhige und sanfte Weise zu versenken? Ob dieß etwa geschähe, weil man fürchte, sie möchten durch zu vieles Rütteln wieder lebendig werden? Dem mag nun seyn, wie ihm wolle, so glaubt er, daß bei allen Begräbnissen dieser unangenehme Eindruk leicht dadurch vermieden werden könnte, daß man sich zum Versenken der Särge einer Art von Krahn bediente, dessen Kosten in einer etwas bevölkerten Stadt gewiß sehr bald gedekt seyn würden. Der Krahn, den Hr. Baddeley hierzu vorschlägt, besteht aus einem einfachen hölzernen Gestelle von rechtekiger Form, an welchem ein Paar sich drehende Balken mit Zahnrädern, eine Schraube ohne Ende, eine Kurbel und vier Rollen angebracht sind, über die die Gurte laufen, auf welche der Sarg zu ruhen kommt. Jeder Mechaniker wird einen solchen Krahn leicht herstellen können, ohne daß wir jenen des Hrn. Baddeley hier abzubilden brauchen.

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