Titel: Gallup, über Verbesserungen an den Lampen.
Autor: Gallup, Lewis T.
Fundstelle: 1832, Band 46, Nr. XLIII. (S. 184–185)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj046/ar046043

XLIII. Verbesserungen an den Lampen durch eine neue Anwendung des Principes der Argand'schen Lampen an der gewöhnlichen Dochtlampe, worauf sich Lewis T. Gallup zu Woodstock in der Grafschaft Windsor, Vermont, Ver. Staaten, am 3. März 1831 ein Patent ertheilen ließ.

Aus dem Journal of the Franklin Institute im Repertory of Patent-Inventions. August 1832, S. 206.

Mit einer Abbildung auf Tab. III.

Das Wesentliche dieser Erfindung liegt in der Anwendung des Argand'schen Brenners an den Lampen mit undurchbohrtem Boden.

Der Patent-Träger verfertigt zu diesem Behufs eine cylindrische, mit dem Dochte concentrische, und innerhalb desselben anzubringende Röhre, welche den Luftstrom durch dessen Mitte führen soll. An der äußeren Oberfläche dieser Röhre bringt er eine spiralförmig gewundene Rinne oder Fuge an, so daß der Docht genau auf dieselbe Weise wie an den Argand'schen Lampen durch eine Umdrehung der Röhre gehoben oder gesenkt werden kann. Die Luftröhre öffnet sich jedoch nicht am Grunde der Lampe, sondern erhält ihren Luftzug durch einen Canal, der sich über dem Dochte am Scheitel der Lampe öffnet.

Dieser Canal wird auf eine der folgenden Methoden mit Luft versehen. Nach der ersten Methode wird die innere oder Luft-Röhre von einer zweiten concentrischen Röhre umgeben, die um so viel größer als erstere ist, daß der zwischen beiden befindliche Raum zur Aufnahme des Dochtes und der beweglichen Röhre, in der dieser enthalten ist, hinreicht. Diese Röhre kann man, da sie noch von einer dritten oder äußeren Röhre umgeben ist, zum Behufe der deutlicheren Erklärung, die mittlere Röhre nennen. Die äußere Röhre ist um so viel kleiner als die mittlere, daß der zwischen ihnen befindliche Raum eben so groß oder größer ist, als der Rauminhalt der inneren Röhre, damit der durch diesen Raum herabsteigende Luftstrom so wie an den gewöhnlichen Argand'schen Lampen die innere Röhre, durch welche er emporsteigt, gehörig mit Luft speist. Die äußere Röhre ist am Boden geschlossen; sie steigt aber hinlänglich weit unter die andere herab, so daß genug Raum für den Luftstrom bleibt, der unter dem Raume zwischen der mittleren und äußeren Röhre herumgeht. Dieser Raum, in welchem sich, wie bereits erwähnt, der Docht befindet, ist am Grunde mit einem kreisförmigen Ringe geschlossen, damit alle Communication zwischen dem Luftzuge und |185| dem Oehle, welches den Docht speist, verhindert ist. Zur Speisung des Dochtes mit Oehl gehen eine oder mehrere Röhren quer durch den Luftcanal, welche sich an der inneren Seite der mittleren, und an der äußeren Seite der äußeren Röhre öffnen, und welche an diesen Röhren angelöthet sind.

Nach der zweiten Methode, bei welcher die Luft vom Boden her eintreten soll, ist die Luftröhre selbst eben so eingerichtet, wie sie eben beschrieben wurde, nur ist sie am Boden geschlossen. Der absteigende Luftstrom wird daher durch eine oder mehrere Röhren geliefert, welche an der Seite des Dochtes von dem Scheitel der Lampe herablaufen, und in den Boden der Röhre einmünden, mit welchem sie durch eine Löthung verbunden sind.

In beiden Fällen geht der aufsteigende Luftstrom, der den äußeren Theil der Flamme mit Luft speist, durch einen Kreis von Löchern, welche sich in dem Seiten- oder Randstüke befinden, auf welchem, wie an der gewöhnlichen Argand'schen Lampe, der Rauchfang der Lampe ruht, und durch ein Luftloch, welches durch die Lampe oder durch das Cylinder-Randstük geht, um der Luft Zutritt zu dem Oehle zu gestatten, welches den äußeren Cylinder umgibt.

Fig. 19 zeigt einen Durchschnitt der patentirten Vorrichtung. a ist die Spiralröhre innerhalb des Dochtes, b der Raum für den Docht. c der Raum, durch welchen die Luft in die innere Röhre tritt. d eine Röhre, durch welche Luft an den Docht gelangt.

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