Titel: Wilk's, über die Papier-Fabrikation.
Autor: Warnecke, L. G.
Fundstelle: 1832, Band 46, Nr. XCIII. (S. 351–364)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj046/ar046093

XCIII. Verbesserungen an den Apparaten, die zur Papier-Fabrikation dienen, auf welche sich Johann Wilks, Mechaniker, Mühlenbauer und Maschinist, am 28. April 1830 ein Patent ertheilen ließ.

Aus dem London Journal of Arts. August 1831, S. 249.

Mit Abbildungen auf Tab. V.

Die Gegenstände, auf welche dieses Patent hauptsächlich seine Anwendung findet, beziehen sich auf die bekannte und höchst sinnreiche Maschine, welche Heinrich Fourdrinier vor 25 Jahren erfand, um Papier von unbestimmter oder unendlicher Länge zu verfertigen. Die vorzüglichsten Theile der gegenwärtigen Erfindung sind: 1) eine Methode, nach welcher das Wasser mittelst eines hohlen, siebartig durchlöcherten Cylinders aus dem weichen Zeuge ausgedrükt wird, während derselbe von der Kufe auf das endlose Gewebe gelangt, und nach welcher das Papier zugleich auch jene Linien oder Rippen erhält, die man an jenem Papiere, welches mit den Formen ausgehoben wurde, bemerkt, und 2) eine Methode, um innerhalb des erwähnten Cylinders einen luftleeren Raum zu erzeugen, damit das Wasser schneller aus dem Zeuge geschafft werden kann, als dieß mit den gewöhnlichen Maschinen möglich ist.

Meine Erfindung, sagt der Patent-Träger, besteht in der Anwendung eines hohlen Cylinders oder einer Walze von besonderer Einrichtung, in Verbindung mit anderen gewöhnlich gebräuchlichen, und hier zu Lande wohl bekannten Maschinen. Dieser Cylinder oder diese Walze kann aus Kupfer, Messing oder irgend einem anderen geeigneten Materiale verfertigt werden; ich gebe jedoch dem Kupfer den Vorzug. Die Länge der Walze hängt von der größten Breite des Papieres ab, welches man auf der Maschine, an der man meine Erfindung anbringen will, verfertigen kann; es ist nämlich bekannt, daß |352| die Fourdrinier'schen Patent-Papier-Maschinen von verschiedener Weite gebaut werden, und daß diese Weite der Maschine die Breite des Papieres, welches auf dieser Maschine allein erzeugt werden kann, bestimmt. Sezen wir z.B., daß man einer solchen Walze für eine Maschine bedarf, mit welcher Papier von 54 Zoll Breite erzeugt wird, so wird die Walze in diesem Falle 58 bis 60 Zoll lang seyn müssen, damit die Enden derselben über die Ränder des Papieres, auf welches sie zu liegen kommt, hinausreichen.

Der Durchmesser der Walze hat keinen so wesentlichen Einfluß; die Erfahrung hat mich jedoch gelehrt, daß ein Durchmesser von 7 Zollen dem Zweke am besten entspricht.

Diese Walze nun soll aus einer ausgezogenen kupfernen Röhre Verfertigt werden. Diese Röhren werden gewöhnlich über walzenförmige Stüke aus Gußeisen, Schmiedeisen oder Stahl, die man Kern (triblets) nennt, in beliebiger Länge ausgezogen und dann so genau als möglich walzenförmig abgedreht und so glatt als möglich polirt.

Bei der Verfertigung der genannten Walzen sind zwei solche Kerne nöthig, welche wegen ihrer Größe am besten aus Gußeisen bestehen. Der Durchmesser des einen dieser Kegel, dessen man sich zuerst bedient, muß so groß seyn, daß er der Länge der Walze, die man verfertigen will, gleichkommt oder sie vielmehr übersteigt; seine Länge hingegen muß um einige Zolle größer seyn, als der Umfang des zweiten Kegels, auf welchem die Röhre für die Walze vollendet wird.

Wenn ich eine Walze von 58 Zoll Länge und 7 Zoll äußerem Durchmesser verfertigen will, so bediene ich mich zuerst eines Kernes von 18 3/4 Zoll Durchmesser, und zulezt eines anderen Kernes, dessen Durchmesser 6 7/8 Zoll beträgt. Die erste Kupferplatte, aus welcher ich diese Walze verfertige, muß beiläufig 1/10 Zoll dik seyn; die Länge und Breite derselben wird sich mit hinreichender Genauigkeit aus dem Obengesagten, und daraus ergeben, daß die Kupferplatte bei der Verfertigung meiner Walze zwei Mal zu einer Röhre geformt, d.h. zuerst über einen größeren, und dann über einen kleineren Kern gezogen wird, und daß die kupferne Röhre bei jeder dieser Operationen, wie ich durch Erfahrung fand, beiläufig um 2 1/2 Zoll verlängert oder ausgezogen wird.

Hieraus erhellt, daß die Kupferplatte, aus welcher meine Walze verfertigt werden soll, so lang seyn muß, daß sie, wenn deren Enden auf die gewöhnliche Weise zusammengelöthet oder zusammengeschweißt werden, eine Röhre bildet, die über den größeren Kern gezogen werden kann. Es erhellt ferner, daß die Breite der Platte so groß seyn muß, daß sie, nach Abzug für den an dem einen Ende |353| Statt findenden Verlust, der beim Ausziehen unvermeidlich ist, und nach Abzug der Verlängerung der Röhre beim Ausziehen, durch das Ausziehen über den größeren Kern eine Röhre gibt, deren Länge eher größer, als dem Umfange der kleineren Röhre gleich ist.

Wenn die auf die beschriebene Weise verfertigte kupferne Röhre über den größeren Kern gezogen worden, so bringe ich sie mit sammt dem Kern in eine Drehebank, und untersuche, ob sie vollkommen cylindrisch ist: sollte dieß nicht der Fall seyn, so mache ich sie durch Abdrehen, Abfeilen und Poliren vollkommen cylindrisch. Dann schneide ich auf der Drehebank in diese Röhre der Länge nach mehrere Furchen, und zwar so, daß auf je einen Zoll 8 Furchen kommen, von denen eine jede 1/16 Zoll breit ist, und bis in die Mitte der Dike des Kupfers dringt. Diese Furchen schneide ich mit einem rechtwinkelig geformten Instrumente, damit der Grund einer jeden Furche mit der Achse der Röhre parallel laufe, und damit die Seiten oder Ränder derselben mit der Achse rechte Winkel bilden, so daß folglich zwischen je zwei Furchen eine ringförmige Kupferrippe bleibt, und daß der ganzen Länge der Röhre nach beständig Rippen und Furchen auf einander folgen.

Ich fand es in der Praxis eben so gut, wenn man statt der vielen einzelnen Furchen nur eine einzige fortlaufende anbringt, und diese auf dieselbe Weise schneidet, nach welcher man Schrauben schneidet, so daß die Rippen und Furchen Schraubengänge bilden. Man kann auf dieselbe Weise auch Schrauben mit 2 oder 3 Gängen in die Röhre schneiden, doch gebe ich den einfachen den Vorzug. Sind diese Furchen geschnitten, so mache ich die Ränder der Rippen oder der Schraubengänge mittelst einer feinen Feile oder auf eine andere Methode glatt, um alle Theilchen, an denen der Zeug hängen bleiben könnte, zu entfernen.

Ist Alles dieß geschehen, so nehme ich die Röhre auf die gewöhnliche, allen Röhrenziehern wohl bekannte Weise von dem größeren Kern ab, und schneide sie mittelst einer Säge von einem Ende zum anderen entzwei, und zwar gerade durch jenen Theil, an dem sie vorher durch Löthen oder Schweißen vereinigt worden. Die auseine ander geschnittene Röhre erweiche ich durch den gewöhnlichen Anlaßproceß, worauf ich sie wieder zu einer ebenen Platte ausbreite.

Aus dieser Beschreibung meines Verfahrens erhellt, daß ich auf diese Weise eine Kupferplatte bekomme, die auf der einen Seite der Länge nach gefurcht oder gefaltet ist. Diese Platte muß nun in eine zweite Röhre verwandelt und über einen zweiten oder kleineren Kern gezogen werden, wobei ich zuerst beide Ränder desselben sehr sorgfältig |354| gerade mache, ihr zugleich die gehörige Breite gebe, und dafür Sorge trage, daß jeder Rand sich ungefähr in der Mitte einer der Rippen und nicht in einer der Furchen endige. Auf diese Weise werden nämlich die Ränder, welche durch Schweißen oder durch eine harte Löthung mit einander vereinigt werden sollen, so dik als möglich, was nicht der Fall seyn würde, wenn die Ränder sich in den Furchen, in denen das Kupfer nur die Hälfte der Dike der Platte hat, endigen würden.

Wenn nun die Kupferplatte zum zweiten Male in eine Röhre verwandelt werden soll, so biege ich sie in entgegengesezter Richtung zusammen, d.h. ich vereinige dieß Mal ihre Ränder und nicht ihre Enden, wie dieß das erste Mal geschah. Auf diese Weise kommt die gefurchte oder gerippte Seite des Kupfers in der zweiten Röhre nach Innen, und zwar so, daß die Rippen und Furchen nun nach der Längenrichtung der Röhre oder beinahe parallel mit deren Achse laufen. Wenn hierauf diese zweite Röhre über den zweiten oder kleineren Kern gezogen worden, so bringe ich sie mit sammt diesem Kerne in eine Drehebank, und schneide auf dieselbe Weise, wie dieß das erste Mal geschah, in die nun kleiner gewordene Röhre Furchen, mit dem Unterschiede jedoch, daß ich jezt nicht 8, sondern 24 in einem Raume von einem Zoll anbringe, so daß jede Rippe und jede Furche nur 1/43 Zoll breit wird. Ich beschränke mich übrigens auf keine bestimmte Zahl von Furchen, die ich in einem gewissen Raume anbringe, noch auch auf irgend eine bestimmte Breite dieser Rippen oder Furchen; Alles dieß hängt nämlich von der Willkür des Papier-Fabrikanten, der sich meiner Walze bedienen will, ab.

Die zulezt erwähnten Furchen schneide ich gleichfalls bis in die Hälfte der Dike des Kupfers, d.h. ich schneide sie so tief, daß die Furchen an der äußeren Seite auf jene an der inneren Seite treffen. Da nun die Furchen an der inneren Seite der kupfernen Röhre nach dem, was ich oben sagte, nach der Länge der Röhre laufen, während die Furchen an der äußeren Seite derselben quer um die Röhre gehen, so folgt hieraus, daß sich beide Furchen kreuzen und einander beinahe unter rechten Winkeln durchschneiden. Wenn die Operation gehörig vollbracht worden, so müssen auf diese Weise an jenen Stellen, an denen sich die äußeren Furchen mit den inneren kreuzen, kleine Löcher entstehen; es muß sich ferner an der inneren Oberfläche der Röhre eine Reihe gerader kupferner Rippen zeigen, welche von einer Reihe ähnlicher Rippen, die sich an der äußeren Seite befinden, durchkreuzt werden, und welche sämmtlich fest mit einander verbunden sind, so daß sie eine Art von cylindrischem Siebe bilden.

Ehe ich die nach der eben beschriebenen Methode behandelte Röhre |355| von dem Kerne abnehme, runde ich die rauhen und scharfen Kanten sämmtlicher Furchen mit einer Feile ab, indem ich den äußeren Rand einer jeden Rippe beinahe halbkreisrund und so glatt als möglich mache. An beiden Enden der Röhre bringe ich in einem ringförmigen Raume von beiläufig 3/4 Zoll Breite an der äußeren Seite keine Furchen an, und zwar damit ich die Röhre mit größerer Sicherheit an zwei Ringen befestigen kann, die später beschrieben werden sollen. Ist Alles dieß geschehen, so nehme ich die Röhre von dem Kern ab, und befestige in beiden Enden derselben einen messingenen Ring mit Armen, in dessen Mitte sich Zapfen oder Wellen befinden, so daß die Röhre dadurch in eine Walze verwandelt wird. Fig. 1 und 2 werden diese Einrichtung anschaulicher machen. AA sind Theile der gerippten oder gerieften kupfernen Röhre, woran man die Richtung beider Rippen oder Fugen sieht. Fig. 1 stellt die äußere und Fig. 2 die innere Oberfläche der Röhre oder Walze bb dar, an welcher bb den glatten, nicht gerieften Theil vorstellt, der sich, wie gesagt worden, an beiden Enden der Röhre befindet, und an welchem sie durch Nieten oder Schrauben mit dem messingenen Ringe verbunden ist. CC sind die messingenen Ringe mit Armen, in deren Mitte ein eiserner Zapfen oder die Welle B befestigt ist. Die Zapfen oder Wellen werden in die Mittelstüke der eben erwähnten Ringe eingenietet, wie aus c Fig. 2 ersichtlich; sie sind daher beide mit den Ringen concentrisch, und haben sowohl mit einander, als mit der Walze selbst eine gemeinschaftliche Achse.

In jeden der Zapfen oder der Wellen ist bei aa eine Furche gedreht, damit man einen Hebel mit einem Gewichte einhängen kann, um dadurch, wenn man es nöthig oder zwekdienlich finden sollte, den Druk der Walze auf das Papier zu vermehren.

Fig. 3 gibt eine Endansicht der Walze, woran man die kupferne Röhre und deren innere Rippen, wie bei AA, den messingenen Ring C, die Arme DDDD, das Mittelstük E und den Zapfen B sieht. Fig. 4 ist ein Durchschnitt des erwähnten Ringes, der Arme, des Mittelstükes und des Zapfens oder der Welle, woran alle Theile so deutlich sind, daß sie keiner weiteren Erklärung bedürfen.

Ich will nun die Art und Weise beschreiben, auf welche diese Walze an den Maschinen zur Papier-Fabrikation angewendet wird. Ich habe zu diesem Behufs und zu größerer Deutlichkeit zwei Zeichnungen der vorzüglichsten Theile einer solchen, nach dem bekannten Fourdrinier'schen Principe erbauten Maschine beigefügt. Fig. 5 ist ein Grundriß und Fig. 6 ein Aufriß oder ein Durchschnitt der genannten Maschine. FFF etc. stellt das gußeiserne Gestell der Maschine vor. GG ist der Trog oder die Kufe; HHH die erste oder |356| die nasse Presse. III sind die zweiten oder troknen Preßwalzen. Die punktirten Linien JJ bezeichnen die Stellung der Haspel. KK ist die vordere oder Brustwalze. ccc etc. sind die kleinen Walzen, welche den Draht tragen, auf welchem das Papier verfertigt wird; ddd etc. die Führstangen (ruler bars), durch welche die schüttelnde Bewegung mitgetheilt wird; ee ist einer der Dekel; fff ist ein Dekelriemen; ggg sind zwei kurze Führstangen, welche an der schüttelnden Bewegung nicht Theil nehmen. An jeder dieser Stangen befestige ich einen kleinen messingenen Wagen, den man bei hh im Grundrisse und bei h im Durchschnitte sieht. Der Zwek und die Aufgabe dieser beiden Wagen ist, meine Walze in gehöriger Stellung zu erhalten. Das obere Ende dieser beiden Wagen hh ist gabelförmig, und in diesen Gabeln bewegen sich die Zapfen oder Wellen B der Walze so, da keine seitliche Bewegung derselben möglich ist, während eine Bewegung nach Auf- und Abwärts Statt finden kann, damit die ganze Schwere meiner Walze von dem endlosen Drahtgewebe, auf welchem das Papier erzeugt wird, getragen werden kann.

Meine Walze sieht man in LL, und zwar in jener Stellung, in welcher sie auf der Oberfläche des Drahtgewebes aufliegt. Die Stellung meiner Walze L im Verhältnisse zur Walze b, über welcher meine Walze liegt, ergibt sich aus der Zeichnung, aus der man zugleich ersehen wird, daß die Achse oder Welle meiner Walze L etwas außer jener der Walze b liegt, d.h. ich stelle meine Walze L so, daß deren Achse um einen Zoll weiter von der Kufe oder dem Troge G entfernt ist, als dieß bei der Achse der Walze b der Fall ist. Hieraus ergibt sich, daß, wenn das endlose Drahtgewebe in Bewegung gesezt wird, meine Walze B sich über dessen Oberfläche drehen muß, und daß, wenn auf diesem Drahtgewebe ein Blatt Papier erzeugt wird, dieses leztere zugleich mit dem Drahtgewebe unter meiner Walze durchgehen muß. Auf diese Weise wird das Papier, welches sich während dieses Theiles der Operation noch in nassem und breiigem Zustande befindet, durch das Gewicht meiner Walze gepreßt, und dadurch von einer bedeutenden Menge Wasser befreit. Die Fasern des Zeuges, aus denen das Papier besteht, werden hiedurch dichter; auch erhalten sie einen festeren Zusammenhang unter einander, so daß das Papier auf seinem Durchgange zwischen den ersten oder Naßdrukwalzen HH weniger Beschädigungen erleidet.

Die Wirkung meiner Walze besteht jedoch, wenn sie auf die hier beschriebene Weise verfertigt ist, nicht bloß darin, daß sie einen Theil des Wassers aus dem Zeuge ausdrükt, und dem Papier einen höheren Grad von Consistenz gibt, sondern sie kann auch dazu dienen, |357| dem Papiere das Aussehen zu geben, als wäre dasselbe mit einer Form oder einem Model verfertigt.

Wenn man die Furchen oder Riefen in die Kupferplatte oder in irgend ein anderes Metall schneidet, noch ehe dasselbe in eine Walze oder einen Cylinder geformt worden, so könnte man zwar denselben Zwek erreichen, allein nach meiner Meinung lassen sich die erwähnten Fugen oder Riefen nach der hier beschriebenen Methode weit besser und leichter anbringen.

Ich wende zuweilen auch zwei solche Walzen in einer und derselben Maschine an, indem ich die zweite in der Nähe der ersten in jener Stellung anbringe, die in Fig. 5 und 6 durch die punktirten Linien iii angedeutet ist.

Ich will nun eine andere Anwendung und Einrichtung des von mir erfundenen hohlen Cylinders oder meiner Walze in Verbindung mit einer der früher erwähnten Maschinen zur Papier-Fabrikation beschreiben. In diesem Falle wird nämlich die Walze in jener Stellung angebracht, die man aus Fig. 7 ersieht. Fig. 7 ist ein Aufriß und Fig. 8 ein Grundriß einer Papier-Maschine, deren Haupttheile auf dieselbe Weise dargestellt und mit denselben Buchstaben bezeichnet sind, wie in Fig. 5 und 6. Fig. 9 zeigt zwei Theile der erwähnten Walze, und auch einen Theil einer runden hohlen Achse oder Welle, um welche sich der Cylinder dreht. Fig. 10 ist eine Endansicht der Walze mit einem ihrer messingenen Ringe, woran man auch die Arme, das Mittelstük und einen Durchschnitt der eben erwähnten hohlen eisernen Achse sieht. Fig. 11 ist ein Längendurchschnitt der Walze, aus welchem die Form der hohlen Achse und der damit verbundenen Theile, welche später beschrieben werden sollen, ersichtlich ist. Dieser Durchschnitt ist nach den Linien kk in Fig. 12 und 13 genommen. Fig. 12 ist ein Querdurchschnitt der Walze nach der Linie ll Fig. 11, und Fig. 13 endlich zeigt einen ähnlichen Durchschnitt nach der Linie mm in Fig. 11.

Diese öfter erwähnte Walze nun verfertige ich aus zwei kupfernen Röhren: einer inneren und einer äußeren. Der innere Durchmesser der äußeren Röhre muß dem äußeren Durchmesser der inneren Röhre entsprechen, so daß, wenn beide Röhren vollendet sind, die äußere über die innere geschoben werden kann, und daß die innere Röhre gleichsam nur eine Fütterung der äußeren bildet. Bevor ich noch zur Verfertigung der inneren Röhre schreite, schlage ich durch die Kupferplatte, aus der ich die Röhre verfertigen will, Löcher, wie aus Fig. 9 ersichtlich. Einen Theil dieser durchlöcherten inneren Röhre sieht man bei kk von der äußeren Seite unbedekt; einen anderen Theil derselben sieht man bei LL von der inneren Seite her. An |358| derselben Figur sieht man auch zwei Theile der äußeren Röhre, und zwar bei MM von der äußeren, und bei NN von der inneren Seite. Eben so erhellt aus dieser Figur, daß die äußere Röhre auf dieselbe Weise gefurcht oder gerippt ist, wie die kleinere später zu beschreibende Röhre. Die Löcher in der inneren Röhre bringe ich in Reihen an, welche nach der Länge der Röhre laufen, und zwar so, daß sie mit den Rippen oder Furchen der inneren Seite der äußeren Röhre correspondiren. Die Löcher selbst stehen in den Reihen, wie man zu sagen pflegt, und wie man aus Fig. 9 und 10 deutlich sieht, im Verbande; die Entfernung der Löcher von einander ist eben so groß, als die Entfernung der Reihen von einander. Der Durchmesser der Löcher soll etwas größer seyn, als die Breite einer jeden, an der inneren Seite der äußeren Röhre befindlichen Rippe; es wäre ferner wünschenswerth, jedoch schwer zu erreichen, wenn jede an der inneren Seite der äußeren Röhre befindliche Furche unmittelbar auf eine Reihe Löcher in der inneren Röhre fiele, damit das Wasser so ungehindert und frei als möglich durch beide fließen könnte.

Wenn nun diese Löcher in die erwähnte Kupferplatte geschlagen worden, so verfertige ich aus derselben auf die gewöhnliche Weise eine Röhre; und ist sowohl die äußere, als die innere Röhre nach den beschriebenen Methoden vollendet, so schiebe ich die eine über die andere. Diese lezte Operation läßt sich dadurch erleichtern, daß man die innere Röhre so stark als möglich abkühlt, während man die äußere erhizt anwendet.

An beiden Enden der beschriebenen Röhren lasse ich bei NN und NN Fig. 9 einen glatten Theil, an welchem sich weder Löcher noch Furchen befinden, damit die Röhren oder die Walzen sicherer an den messingenen Enden oder Ringen befestigt werden können. Eines dieser Enden sieht man in Fig. 10, woran OO den messingenen Ring vorstellt, dessen äußerer Rand walzenförmig und so abgedreht ist, daß er ganz genau in das Innere des Endes der Röhren oder der Walze paßt.

An der inneren Seite eines jeden der messingenen Ringe befinden sich vier Stüke, welche nach Einwärts gegen die Achse des Cylinders hervorstehen, wie in Fig. 10 aus aaaa, und in Fig. 9 aus aa ersichtlich.

Sowohl in Fig. 9 als 10 ist bb etc. ein messingener Ring mit vier Armen cccc und einem Mittelstüke dd. Der äußere Rand dieses Ringes ist gleichfalls walzenförmig abgedreht; sein Durchmesser ist so groß, daß er ganz genau in den oben beschriebenen Ring OO paßt. Beide Ringe werden durch vier Schrauben gggg fest an einander gehalten.

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In Fig. 12 zeigt ee einen Durchschnitt der hohlen eisernen Achse, um welche sich die Walze dreht. Die äußere Seite dieser Achse ist vollkommen cylindrisch, damit sie genau in die kreisförmigen Löcher der Mittelstüke dd, die sich in den Ringen am Ende der Walze befinden, paßt.

Aus dieser Einrichtung ergibt sich, daß, wenn die hohle Achse so befestigt wird, daß sie sich nicht drehen kann, die Walze, die sie trägt, sich um dieselbe in drehende Bewegung versezen läßt. Soll nun meine Walze an den Papier-Maschinen angebracht werden, so befestige ich die hohle Achse mittelst zweier Schraubenklammern, die man in Fig. 7 bei m und in Fig. 8 bei mm sieht.

An dem einen Ende der Walze bringe ich bei p ein Zahnrad an, mittelst welchem ich dem Cylinder eine solche drehende Bewegung mittheilen kann, daß die Geschwindigkeit der äußeren Oberfläche derselben der Geschwindigkeit des Drahtgewebes gleich oder wenigstens so nahe als möglich kommt; d.h. die Geschwindigkeit der Oberfläche der Walze, über welche das Drahtgewebe geht, muß so genau als möglich mit der Geschwindigkeit dieses Gewebes übereinstimmen, weil sonst zwischen beiden eine Reibung entstehen müßte, wodurch beide abgenüzt und abgerieben werden würden.

Da die Methoden, nach welchen sich mittelst einer Welle oder eines Rades einer anderen Welle jeder beliebige Grad von Geschwindigkeit mittheilen läßt, sehr verschieden, und Jedermann bekannt sind, so brauche ich mich auf keine Beschreibung derselben einzulassen, um so weniger da es unmöglich wäre, sie so zu beschreiben, wie sie für jeden einzelnen Fall nöthig sind.

Ich will nun versuchen im Allgemeinen zu zeigen, wie meine Walze wirkt und arbeitet, wenn sie an einer der früher erwähnten Papier-Maschinen angebracht wird. Alle, die sich solcher Maschinen bedienen, wissen, daß das Papier oder der Zeug aus dem Troge oder der Kufe G Fig. 7 austritt, und dann auf die Oberfläche des endlosen Gewebes fließt, während sich dieses bewegt. Die Linien OOO in Fig. 7 zeigen den Lauf, welchen das endlose Drahtgewebe vollbringt, und die kleinen Pfeile bezeichnen die Richtung, nach welcher die Bewegung Statt findet. Ebenso bekannt ist, daß das Drahtgewebe wie eine Art von Sieb wirkt, und den Zeug in einem gewissen Grade von dem Wasser trennt, in welchem er schwebend enthalten war; d.h. das Wasser fällt in Folge seiner Schwere durch die Maschen des Drahtgewebes, und läßt den Zeug in nassem Zustande auf dem Gewebe zurük. Dieser Zeug bewegt sich dann in Form eines Blattes Papier auf der Oberfläche des Gewebes fort, bis er zu dem ersten Paare Drukwalzen HH gelangt, zwischen welchen sowohl |360| das Papier als das Drahtgewebe ausgepreßt wird. Daß das Papier, und besonders dikeres Papier, bei diesem Durchgange zwischen den ersten Drukwalzen sehr häufig beschädigt wird, ist gleichfalls nur zu bekannt. Durch die Anwendung meiner Walze soll nun eine größere Menge Wasser aus dem Papiere geschafft werden, als durch die Gravitation des Wassers allein beseitigt werden kann; und dieß bezweke ich dadurch, daß ich an der unteren Seite des Drahtgewebes, auf welchem das nasse Papier liegt, einen zum Theil luftleeren Raum oder ein Vacuum erzeuge, in Folge dessen das Gewicht oder der Druk der atmosphärischen Luft das Wasser aus dem Papiere durch den Draht preßt.

Aus einem Blike auf Fig. 1 wird man ersehen, daß der obere Theil des sich drehenden Drahtgewebes, welches von den früher erwähnten kleinen Walzen ccc etc. getragen wird, sich in einer horizontalen oder beinahe horizontalen Ebene befindet und bewegt, bis es an die Walze L gelangt, über dessen obere Fläche sich ein Theil des Gewebes krümmen muß, und daß das Gewebe bei seinem Uebergange von der Walze an das erwähnte erste Paar Drukwalzen HH sich in einer schiefen Fläche bewegt, deren Neigungswinkel auf eine Weise bestimmt werden muß, welche ich später angeben werde. Ich bemerke hier nur noch, daß die Walze mit ihren inneren und anderen Einrichtungen, welche sogleich beschrieben werden sollen, die Mittel bilden, mit denen ich das erwähnte theilweise Vacuum hervorzubringen suche.

In Fig. 11 sieht man den Apparat, der im Inneren der Walze an deren hohlen Achse angebracht und befestigt wird. ee Fig. 9 ist eine Längenansicht dieser hohlen Achse, und ee in Fig. 12 und 13 sind Querdurchschnitte derselben nach den Linien ll und mm in Fig. 11. aaaa stellt sowohl in Fig. 11, als in Fig. 12 und 13 die Walze vor, die bekanntlich aus den beiden Röhren besteht, von denen die eine durchlöchert, die andere gerieft ist. bbbb Fig. 11 sind die beiden Enden der Walze, unter denen ich der Kürze halber sowohl die Ringe a und b als die Arme c, und das Mittelstük d verstehe.

Um die Endbewegung der Walze an der hohlen Achse zu verhindern, befestige ich an der Achse zwei metallene Halsringe, die man in Fig. 9 und 11 bei pppp sieht, und zwischen welchen sich die Malze frei drehen kann. In Fig. 12 und 13 ist der Durchschnitt eines hölzernen Troges, den ich den Vacuumtrog nennen will, sichtbar. An diesem Troge sind dd die Seiten und ee der Boden. Die Enden dieses Troges sieht man bei ff in Fig. 11, wo man zugleich auch dessen Boden cc bemerkt. An dem Boden dieses Troges befestige ich zwei cylindrische messingene Stifte gg von beiläufig einem Zoll im |361| Durchmesser, indem ich das obere Ende eines jeden Stiftes durch den Boden des Troges gehen lasse, und es mittelst einer Mutterschraube fest halte, wie man in Fig. 11 und 13 bei h sieht. Aus einem Blike auf diese Figuren wird man auch ersehen, daß sich in der Nähe des oberen Endes eines jeden Stiftes bei ooo ein Halsring befindet, der zugleich mit der Mutterschraube dazu dient, den Stift am Boden oder Grunde des Troges festzuhalten.

Diese beiden Stifte müssen beiläufig 6 1/2 Zoll lang seyn, und das untere Ende derselben muß auf die in Fig. 11 und 13 dargestellte Weise durch die hohle Achse gehen. Die Oeffnungen in dieser Achse, durch welche die Stifte gehen, müssen einen etwas größeren Durchmesser als die Stifte haben, damit sich diese Stifte frei und ungehindert der Länge nach in denselben bewegen können, ohne denselben jedoch eine etwas bedeutende Seltenbewegung zu gestatten.

An der hohlen gußeisernen Achse, durch welche die beiden Stifte gehen, schraube ich, wie aus Fig. 11 und 13 bei jjj ersichtlich, zwei kleine messingene Tüten an, von denen die eine in Fig. 13 im Durchschnitte dargestellt ist. Diese Tüten sind an ihren oberen Enden mit einem Randstüke versehen, mittelst welchem sie an die untere Seite der hohlen Achse angeschraubt werden, wie man dieß in Fig. 11 und 13 bei iii sehen kann. Aus denselben Figuren erhellt auch, daß die Tüten so gestellt sind, daß sie die unteren Enden der Stifte bedeken.

An dem Bodentheile der beschriebenen Tüten befindet sich eine kurze Spiralfeder von solcher Stärke oder Elasticität, daß sie, wenn sie durch das Niederdrüken der Stifte zusammengedrükt worden, das ganze Gewicht des Vacuumtroges mit den Stiften und den übrigen damit verbundenen Apparaten zu tragen, und die oberen Ränder des erwähnten Troges in inniger Berührung mit der inneren Oberfläche der Walze zu halten vermag. Diese Spiralfedern sind in Fig. 11 und 13 in den Tüten jjj durch punktirte Linien dargestellt.87) Aus denselben Figuren ersieht man auch, daß der obere Theil des Troges oder die oberen Ränder der Seiten und Enden desselben eine Form haben, welche der inneren Oberfläche der Walze entspricht.

Die oberen Ränder der Seiten und Enden des Troges sind mit Leder überzogen. Auch die Ränder des Holzes sind gleichfalls mit Leder überzogen, welches an beiden Seiten der hölzernen Stüke herabgezogen und mit kleinen Nägeln daran befestigt ist. Ich bringe das Leder auf diese Weise an, damit die Ränder der Seiten und Enden |362| des Troges mit der inneren Oberfläche der Walze in innige Berührung kommen, und auch um diesen Rändern eine glatte und weiche Oberfläche zu geben, über welche die innere Oberfläche des Cylinders frei spielen und gleiten kann.

An der inneren Seite des Troges bringe ich eine kupferne Röhre an, die man in Fig. 11 bei QQ sieht, und deren Stelle in Fig. 12 und 13 gleichfalls durch Q angedeutet ist. In dieser Röhre befindet sich ihrer ganzen Länge nach eine Anzahl kleiner Löcher; die Enden der Röhre selbst können entweder offen gelassen, oder zum Theil geschlossen werden. An ihrer Mitte verbinde ich diese Röhre mit dem Ende einer zweiten Röhre s, die durch ein Loch geht, welches zu diesem Behufe in der einen Wand des Troges angebracht wurde. Diese zweite Röhre ist nach ihrem Austritte aus dem Troge gebogen, wie man aus Fig. 11 sieht, und läuft dann beinahe mit der hohlen Achse parallel, bis sie über einen der Stifte g hinaus zu T gelangt, wo sie sich wieder umbiegt, und durch eine Oeffnung geht, welche zu diesem Zweke in einer der Seiten der hohlen Achse angebracht ist. Von dieser Oeffnung aus läuft diese Röhre längs der inneren Seite der hohlen Achse vorwärts, und wie man aus Fig. 11 sieht, an dem einen Ende dieser lezteren heraus.

Durch diese beiden zulezt beschriebenen Röhren soll die Luft aus dem Vacuumtroge gezogen werden, und damit dieß geschehe, bringe ich das äußere Ende der Röhre s mit einer Luftpumpe in Verbindung. Diese Luftpumpe versehe ich mit drei arbeitenden Stiefeln, damit der Grad des Vacuums oder der Verdünnung der Luft, welcher in dem Troge hervorgebracht werden soll, gleichmäßiger unter, halten werden kann.

Der Bau, die Einrichtung und Anwendungsart der Luftpumpen zu ähnlichen Zweken sind allen Mechanikern eben so bekannt, als die Methoden dieselben in Bewegung zu sezen; ich brauche daher hier nur zu bemerken, daß die Größe der Pumpen und die Zahl der Kolbenstöße so groß seyn muß, daß die Luft in dem Vacuumtroge eine Expansivkraft erhält, die im Quadratzolle beinahe um Ein Pfund geringer ist, als jene der atmosphärischen Luft. Man wird übrigens finden, daß dieser Grad der Verdünnung wird verschieden seyn müssen, je nachdem man diese oder jene Art von Papier verfertigen will, und je nachdem man dem Papiere diese oder jene Breite zu geben gesonnen ist.

Die Luftpumpe muß daher auf irgend eine der bekannten Methoden so eingerichtet seyn, daß der Papier-Fabrikant die luftauspumpende Kraft derselben nach Belieben und nach Bedürfniß reguliren kann.

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In dem Vacuumtroge sieht man in Fig. 11 zwei bewegliche Scheidewände, die dieselbe Form wie die Enden des Troges haben, und welche genau an die Wände und den Boden desselben passen. Diese beiden Scheidewände dienen dazu, daß man die Größe des partiellen Vacuums oder luftleeren Raumes vermindern kann, indem die Länge dieses Vacuums durch die Breite des Papieres, welches man verfertigen will, bestimmt werden muß. Die Entfernung der beiden Scheidewände von einander muß gerade so groß seyn, als der Raum zwischen den beiden Dekeln der Papier-Maschine, so daß jede der beiden Scheidewände den Dekeln der Maschine gegenüber zu liegen kommt.

In Fig. 11 sieht man auch eine messingene Spindel, welche ganz durch den Vacuumtrog läuft, und welche sich in zwei runden Zapfenlagern dreht, die man bei ff sieht; d.h. jede der beiden Wellen dreht sich in einem Loche, welches sich in dem Ende des Troges, durch den die Spindel läuft, dreht. An dem einen Ende der Spindel, wie bei r, ist dieselbe vierekig, damit dieselbe in einem gewissen Grade umgedreht werden kann.

Beide Enden der Spindel bilden bei nn Schrauben, von denen die eine eine Rechts-, die andere eine Links-Schraube ist. In die beiden Scheidewände mm ist eine Mutterschraube geschnitten, in der sich der schraubenförmige Theil der erwähnten Spindel dreht. Wenn daher die Spindel in der gehörigen Richtung umgedreht wird, so müssen die Scheidewände sich nothwendig einander nähern oder sich von einander entfernen.

An dem einen Ende des Vacuumtroges befindet sich in dem Boden desselben ein Loch V, in welches das Ende der Röhre T eingeführt, und mittelst des Randstükes X festgemacht ist. Diese Röhre T geht durch die obere Seite der Achse in deren hohlen Theil, durch welchen sie dann über das Ende der Achse hinausläuft. Dieses äußere Ende der Röhre T krümmt sich dann, wie aus Fig. 12 ersichtlich, nach Abwärts, und dient zur Ableitung des Wassers, welches aus dem Papiere in den Vacuumtrog getrieben wurde.

Um den Grad der Verdünnung der Luft in dem Vacuumtroge zu reguliren, muß das äußere Ende der Röhre T in ein Gefäß mit Wasser untergetaucht werden, wie man dieß in Fig. 12 bei Y sieht. Bei dieser Einrichtung kann nämlich das Wasser offenbar aus dem Vacuumtroge durch die erwähnte Röhre und über das obere Ende des Gefäßes Y fließen, während die Luft zugleich gehindert wird, durch die Röhre T in den Vacuumtrog einzudringen.

Die Linie oo, Fig. 13, zeigt einen Theil des oben erwähnten Drahtgewebes und die Art und Weise, auf welche sich derselbe an |364| einen Theil der Oberfläche der Walze anlegt. 0 1 stellt einen Theil des Gewebes vor, der sich in einer horizontalen Ebene bewegt; 0 2 hingegen einen Theil, der sich in einer schiefen Ebene bewegt.88)

Aus dem, was hier über die Einrichtung und Anwendungsart des Vacuumtroges gesagt worden, geht klar hervor, daß so viel von der Oberfläche der Walze, als unmittelbar über dem Troge liegt, von dem Gewebe umfaßt oder damit überdekt werden soll, und hieraus folgt, daß die Weite zwischen den Wänden des Vacuumtroges die Neigungswinkel der schiefen Ebene bestimmt, in welcher sich das Gewebe bewegen muß, nachdem es über die Walze gegangen. Es folgt ferner, daß die innere Seite der einen der Wände des Vacuumtroges eine senkrechte Fläche bilden muß, wie durch die Linien 3 und 4 in Fig. 13 gezeigt ist.

In Fig. 7 sieht man unmittelbar unter der Walze den Durchschnitt eines hölzernen Troges, der, wenn man sich desselben bedient, mit Wasser gefüllt seyn muß. Längs der einen Seite dieses Troges lasse ich eine kupferne Röhre laufen, die man bei x im Durchschnitte sieht. Diese Röhre ist so lang wie die Walze und läuft auch mit derselben parallel. Ihre Entfernung von der Walze beträgt beiläufig 1/4 Zoll, und in jener Seite der Röhre, welche der Walze am nächsten liegt, befindet sich in einer Linie eine Anzahl kleiner Löcher, die beiläufig 1/10 Zoll im Durchmesser haben, und von denen je 6 auf einen Zoll der Länge der Röhre kommen. Man kann statt dieser Löcher auch eine feine Spalte anbringen. Der Zwek dieser Löcher oder der Spalte ist, Wasser auf die Walze zu bringen, damit deren Oberfläche während der Papier-Fabrikation beständig abgewaschen wird.

|361|

Diese so wie einige andere punktirte Linien, auf welche sich bezogen wird, fehlen jedoch in der Zeichnung des Originales.

A. d. Ued.

|364|

Diese beiden Linien, so wie die folgenden Linien 3 und 4 sind in der Figur nicht bezeichnet.

A. d. Ueb.

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