Titel: Analyse der Schalen des Steinsamens.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1832, Band 46, Nr. XIV./Miszelle 8 (S. 77–78)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj046/mi046014_8

Analyse der Schalen des Steinsamens.

Die Schalen oder Samenhüllen unseres gewöhnlichen Steinsamens (Lithospermum officinale L.), gehören wegen ihrer außerordentlichen Harte und wegen der geringen Menge vegetabilischer Stoffe, die in ihnen enthalten ist, zu den merkwürdigeren Erzeugnissen des Pflanzenreiches. Hr. Capitän Carl le Hunte hat dieselben daher neuerdings einer chemischen Analyse unterworfen, und gefunden, daß sie in 100 Theilen aus:

Kohlensaurem Kalke 43,70
Kieselerde 16,5
Vegetabilischer Substanz, einer geringen Menge
phosphorsauren Kalkes, Eisenoxydes, mit
Spuren von Potasche und Bittererde


39,8
–––––
100

bestehen.

|78|

Beim Erhizen werden diese Schalen zuerst schwarz, ohne jedoch dabei zusammenzuschrumpfen; selbst in der Weißglühhize verändern sie ihre Form nicht im Geringsten; sie werden in dieser bloß weißer als sie vorher waren, und verlieren ihren Glanz. Vor dem Löthrohre lassen sich kleine spizige Splitter bei starker Hize schmelzen. Die äußere glatte oder polirte Oberfläche scheint Hrn. le Hunte vorzüglich aus Kieselerde zu bestehen. (Aus dem Edinburgh New Philosophical Journal. April-Julius 1832, S. 24.)

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