Titel: Wie weit das Seewasser vom Winde getragen wird.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1832, Band 46, Nr. XXXVII./Miszelle 7 (S. 151)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj046/mi046037_7

Wie weit das Seewasser vom Winde getragen wird.

Wenn zu Manchester, welches wenigstens 30 englische Meilen (beiläufig 15 Stunden) von der nächsten Küste entfernt ist, nur ein etwas heftiger Westwind weht, so führt derselbe jedes Mal Seetheilchen mit sich, wie daraus erhellt, daß das Regenwasser unter diesen Umständen immer eine größere oder geringere Menge Kochsalz enthält. Dieß ist jedoch keineswegs die größte Entfernung, bis auf welche der Wind Seetheilchen führt. Davy sagt in seinen Elements of Agricultural Chemistry, daß dergleichen Theilchen bei großen Stürmen über 50 Meilen weit von der Küste landeinwärts getrieben wurden, und John Blackwall Esq. hat nach einem heftigen, zweitägigen, von Süden her wüthenden Sturme selbst auf seinem Size zu Blackwall in Derbyshire, welches doch 140 bis 150 englische Meilen (beiläufig 70 bis 75 Stunden) von der südlichen Küste entfernt ist, deutliche Spuren von Kochsalz im Regenwasser entdekt. Man darf übrigens dieses Kochsalz nicht mit dem Salmiak verwechseln, der sich in dem meisten Regenwasser, welches in großen Städten fällt, befindet. (Aus dem Edinburgh New Philosophical Journal. April bis Julius 1832, S. 180.)

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