Titel: Anleitung zum Fixiren und Ueberfirnissen der Zeichnungen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1832, Band 46, Nr. LXII./Miszelle 14 (S. 229)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj046/mi046062_14

Anleitung zum Fixiren und Ueberfirnissen der Zeichnungen.

Wenn man Zeichnungen, die mit dem Pinsel oder der Kreide verfertigt wurden, fixiren will, so müssen dieselben mit Wasser gewaschen werden, in welchem vorher eine geringe Menge Hausenblase oder Pergamentleim aufgelöst wurde. Im Allgemeinen taugt hiezu jeder farblose Leim; auch der abgerahmten Milch bedienen sich einige, doch verdient die Hausenblase den Vorzug. Sollen nun die mit Hausenblase fixirten Zeichnungen überfirnißt werden, so überzieht man sie, nachdem sie vollkommen getroknet worden, mit einer Schichte Spa-Firniß, einem farblosen Weingeist-Firnisse. Ist diese Schichte troken geworden, so überzieht man sie, wenn man es für nöthig hält, auch noch mit einer zweiten Schichte. Zwei Schichten reichen beinahe für alle Fälle hin.

Das Hausenblasen- oder Leim-Wasser muß ganz leicht aufgetragen werden; auch darf man, wenn die Zeichnung nicht leiden soll, nie zwei Mal über eine und dieselbe Stelle fahren, ehe die erste Schichte vollkommen troken ist. Die Zeichnung muß, bevor sie ganz troken geworden, sorgfältig vor allem Staube geschüzt werden; denn jedes Staubtheilchen, welches auf dieselbe fiele, wäre nicht mehr zu beseitigen. Eben deßwegen müssen auch die Bürsten, deren man sich zum Auftragen des Leimwassers bedient, höchst rein seyn. Bei diesen Vorsichtsmaßregeln ist Jedermann im Stande alle Arten von Zeichnungen, Kupferstichen etc. zu fixiren und zu firnissen. (Aus dem Recueil industriel. August 1832, S. 137.)

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