Titel: Ueber die Cultur des Strohes zur Fabrikation der Strohhüte.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1832, Band 46, Nr. LXII./Miszelle 22 (S. 231)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj046/mi046062_22

Ueber die Cultur des Strohes zur Fabrikation der Strohhüte.

Der hochverdiente Marquis Lascaris gibt im lezten Calendario georgico della R. Sociéta de Torino eine Beschreibung des Baues des Getreides, des sogenannten Grano marguolo, welches das Stroh zur Strohhutfabrikation liefert, aus welcher Beschreibung die Biblioteca italiana 1832 Giugno S. 394 Folgendes auszieht. Der beste Boden zum Baue des Strohes ist ein magerer, hügeliger Boden; diesen Boden bricht man im Sommer um, Anfangs Herbst bearbeitet man ihn noch ein Mal, ohne ihn jedoch zu düngen. Dann besäet man ihn so dicht, als sollte er eine Wiese werden; der Samen, den man hiezu auswählt, soll klein seyn. So wie sich die Aehren zu zeigen anfangen, muß man die Ernte beginnen, und zwar bei trokenem Wetter und in den heißesten Stunden des Tages. Die Halme werden handvollweise wie die Garben lose zusammengebunden, worauf man sie an der Luft troknen, und wenn Regen droht, unter ein Dach bringen läßt. Später werden sie abwechselnd dem Thaue und dem Sonnenlichte ausgesezt. Die HH. Dubois haben seit dem Jahre 1827 versucht, auch den savoy'schen Weizen zur Strohhutfabrikation zu bauen; sie haben vorzüglich auch mit dem weißen und rothen Bartweizen Versuche angestellt, und gefunden, daß ersterer wegen seiner größeren Biegsamkeit den Vorzug verdiene.

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