Titel: Ueber den Kaminruß als Dünger.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1832, Band 46, Nr. LXII./Miszelle 26 (S. 232–233)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj046/mi046062_26
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Ueber den Kaminruß als Dünger.

Das Repertory of Patent-Inventions September 1832, S. 173 sagt über die schon seit längerer Zeit bekannte Anwendung des Kaminrußes als Dünger Folgendes. Man mischt den Kaminruß, wenn man sich desselben als Dünger bedienen will, gewöhnlich unter die Erde oder den Dünger, allein in diesem Zustande taugt er wenig oder gar nichts, während er sich als außerordentlich wirksam erweist, wenn man ihn troken hält und ihn im März und April auf jungen Weizen, Klee oder Wiken streut. Pflanzen, die vorher gelb und kränklich aussahen, werden bei dieser Behandlung in wenigen Tagen ein dunkelgrünes gesundes Aussehen erhalten, und der Grund hievon liegt darin, daß die Pflanzen aus der Luft eben sowohl, als aus dem Boden Nahrung aufnehmen. Der Ruß entwikelt nämlich eine Menge Gas, welches von den Poren der Blätter eingesogen wird, und den Pflanzen so viel Kraft gibt, daß sie ihre Wurzeln weiter und tiefer in den Boden treiben können, um sich während der Blüthezeit und während des Reifens der Samen mit hinlänglicher Nahrung versehen zu können.

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