Titel: Andr. Ross's neue Theilungsmaschine.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1832, Band 46, Nr. LXII./Miszelle 5 (S. 225–226)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj046/mi046062_5

Andr. Ross's neue Theilungsmaschine.

Die Society of Arts zu London hat Hrn. Andrew Ross zu London, St. John's Square, ihre goldene Isismedaille und 50 Guineen für seine verbesserte Methode astronomische und mathematische Instrumente einzutheilen, und für seine kreisförmige Theilungsmaschine zuerkannt. Die ausführliche Beschreibung und Abbildung dieser Maschine ist in den Transactions of the Society of Arts Bd. XLVIII. S. 302 zu finden; von den englischen Journalen enthält aber noch keines |226| eine Sylbe über dieselbe. Nur das Register of Arts gibt in seinem Junius-Hefte S. 151 einen unvollständigen Auszug aus der Geschichte der Theilungsmaschinen, in welchem unserer Reichenbach'schen auch mit keiner Sylbe erwähnt wird, und an dessen Schluß es Folgendes über die Maschine des Hrn. Ross sagt: „Die Kunst Kreise einzutheilen, erreichte in den Händen E. Troughton's einen hohen Grad von Genauigkeit) die Anwendung und Construction seines Apparates war jedoch mit verschiedenen Schwierigkeiten verbunden, die Hr. Ross dadurch beseitigte, daß er ein Princip annahm, welches von der mechanischen Thätigkeit unabhängig ist, und bloß von dem, durch die kräftigsten optischen Mittel unterstüzten Gesichte geleitet wird. Die Walze, welche Troughton anwendete, hat Ross ganz verworfen; der Apparat dieser lezteren ist so eingerichtet, daß die Eigenschaften des Kreises, welcher getheilt werden soll, er mag etwas porös oder sonst mangelhaft seyn, die Genauigkeit der Operation nicht beeinträchtigt. Die Methode die Originaleintheilungen einzuschneiden, geht sehr rasch und einfach; sie übersteigen der Zahl nach kaum den dritten Theil derjenigen, welche Troughton anwendete. Auf diese Weise wird die Arbeit der Beobachtung und der Berechnung vermindert, und zugleich in der Praxis dadurch bedeutend gewonnen, daß jede Originaleintheilung zur Kreiseintheilung wird. Der ganze Apparat ist fest und seine Bewegung weder durch Elasticität, noch durch Reibung beeinträchtigt; wenn er ein Mal zusammengestellt ist, so hängt die Genauigkeit der Eintheilungen ganz von der Stätigkeit gewisser Theile ab, die jedoch so befestigt sind, daß sie gar nicht in Unordnung gerathen können. Von der Seit des Einschneidens der Originaleintheilungen bis zur Vollendung der Operation, ist der Kreis auf keine Weise an dem Theilungsapparate befestigt; er wird bloß durch das Mikroskop betrachtet, so daß zulezt Alles von dem Visiren abhängt.“ Da aus diesem Wenigen nicht leicht Jemand klug wird, so werden wir trachten, unseren Lesern bald eine vollkommene Beschreibung und Abbildung dieser Maschine vorlegen zu können.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: