Titel: Ueber die Stärke des Eisens.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1832, Band 46, Nr. LXXX./Miszelle 9 (S. 314–315)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj046/mi046080_9

Ueber die Stärke des Eisens.

Hr. Lardner sagt in einem seiner neuesten Werke: Die Versuche, welche angestellt wurden, um den Widerstand auszumitteln, den das Schmiedeisen zu |315| leisten vermag, gaben, wie sich erwarten ließ, sehr verschiedene Resultate. In den meisten Fällen trug das Eisen 80,000 Pfd. auf den Quadratzoll; in keinem Falle trug es, wenn das Material fehlerfrei war, weniger als 60,000 Pfunde, so daß man folglich 60,000 Pfd. als den mittleren Durchschnitt annehmen kann. Nach Tredgold soll man, was früher schon Emerson empfahl, kein Material mit einer größeren Last, als mit dem dritten oder besser noch mit dem vierten Theile des Gewichtes, bei welchem dasselbe zum Bruche kommt, belasten. Es wird allgemein angenommen, daß, abgesehen von der Unterbrechung, welche die Pfeiler der Brüken in der Strömung und für die Schifffahrt hervorbringen, eine nach dem Principe der Hängebrüken gebaute Brüke nur halb so viel Eisen fordert, als eine gewöhnliche Brüke. Bei den Versuchen, welche im J. 1824 in Rußland angestellt wurden, um die Zähigkeit des Eisens auszumitteln, ergab sich, daß das beste Eisen 26 Tonnen per Quadratzoll trug, ohne zu brechen, während schlechtes Eisen schon bei einer Last von 14 Tonnen per Quadratzoll nachgab. (Aus dem Repertory of Patent-Inventions. October 1832, S. 234.)

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