Titel: Eine Vorschrift zur Bereitung der Javellischen Lauge.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1832, Band 46, Nr. CIII./Miszelle 12 (S. 395)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj046/mi046103_12

Eine Vorschrift zur Bereitung der Javellischen Lauge.

Das Journal des connaissances usuelles vom Oktober 1832 enthält S. 200 folgende Vorschrift zur Verfertigung der Javellischen Lauge, nach welcher man in Frankreich die Flasche zu 4 Sous zu verfertigen im Stande ist, während man sie bei den Krämern zu 24 Sous zahlen muß. Man seze in einen zur Hälfte mit Wasser gefüllten Kessel einen steinernen Krug, der 4 Liter zu fassen vermag, und leite von diesem Kruge aus eine gekrümmte, bleierne oder gläserne Röhre in einen zweiten, neben dem Kessel befindlichen Krug. In den ersten dieser Krüge fülle man 8 Unzen Braunsteinoxyd und 2 Pfund Salzsäure; in den zweiten hingegen eine Auflosung von 2 Pfund Potasche in 16 Liter Wasser. Die Röhre wird in beide Krüge sorgfältig eingekittet, wobei man jedoch an dem zweiten Kruge eine kleine Oeffnung läßt, damit die Luft entweichen kann. In dem ersten Kruge darf die Röhre bloß bis an den Hals reichen, während sie in dem zweiten beinahe bis auf den Boden untertauchen muß. Wenn die ganze Vorrichtung auf diese Weise zubereitet worden, so bringe man Feuer unter den Kessel, um die Operation in Gang zu bringen. Wenn die Gasentwikelung aufgehört hat, was man aus dem Aufhören des Geräusches in dem zweiten Kruge erkennt, so lasse man den Apparat abkühlen. Die in dem zweiten Kruge enthaltene Flüssigkeit ist dann eine vortreffliche Javellische Lauge.

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