Titel: Vorschriften zur Bereitung des Mailchior oder Maillechost.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1832, Band 46, Nr. CIII./Miszelle 7 (S. 393)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj046/mi046103_7

Vorschriften zur Bereitung des Mailchior oder Maillechost.

Die Messerschmiede und andere Arbeiter, welche mit Gegenständen, welche silberartig aussehen sollen, arbeiten, bedienen sich häufig einer unter dem Namen Mailchior oder Maillechost bekannten Legirung, welche ziemlich zäh und dehnbar ist und dem Silber auch wirklich ziemlich gleich sieht. Diese Legirung, deren Preis noch immer sehr hoch steht, kann dem Journal des connaissances usuelles April 1832, S. 193 gemäß, nach folgenden Methoden bereitet werden. Man bringe in einen hessischen Tiegel, welcher beiläufig 1 Liter zu fassen vermag, 20 Unzen Nikel, 6 Unzen Kupfer, 2 Unzen Sal Tartari und 3 Unzen gewöhnliches Glas, und erhize das Ganze mäßig, so wie es beim Kupferschmelzen geschieht. Wenn das Gemenge flüssig geworden, so nehme man den Tiegel vom Feuer, und werfe, so wie er die Rothglühhize zu verlieren beginnt, 4 Unzen sehr reine Zinkkörner in denselben. Dann rühre man die Masse sorgfältig um, damit sich der Zink gehörig mit dem Metalle verbinde, und bringe den Tiegel wieder für einen Augenblik auf das Feuer, um die Masse hierauf nach Abnahme der glasigen Schlaken mit Vorsicht auf eine Platte aus gebranntem Thone ausgießen zu können. Die auf diese Weise bereitete Legirung ist etwas spröde; zäher und fester wird dafür folgende. Man nehme 22 Unzen Nikel, 18 Unzen Kupfer, 5 Unzen Zink, Sal Tartari und Glas in der angegebenen Menge, und behandle diese Substanzen auf dieselbe Weise. Der Zink muß sehr rein seyn, denn die geringste in ihm enthaltene Quantität Arsenik würde dem Metalle eine gelbliche Farbe mittheilen.

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