Titel: Eine Aufbewahrungs-Methode des Fleisches.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1832, Band 46, Nr. CXIII./Miszelle 23 (S. 436–437)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj046/mi046113_23
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Eine Aufbewahrungs-Methode des Fleisches.

Ein Hr. Tiercelin empfiehlt im Journal des connaissances usuelles, Junius 1832, S. 310 folgendes Verfahren, nach welchem er das Fleisch im Sommer 8 Tage und länger vollkommen frisch erhalten haben will. Man soll nämlich das Fleisch, wie es vom Fleischer kommt, in so viele Stüke schneiden, als es Mahlzeiten geben soll, und jedes dieser Stüke in einem Topfe, welcher höher als breit ist, so mit Milch übergießen, daß es 2–3 Zoll hoch mit Milch überdekt ist. Diese Töpfe soll man an kühlen Orten aufbewahren; die Milch wird gerinnen, und aus diesem Gerinnsel soll man das Fleisch erst herausnehmen, wenn man desselben bedarf. Man muß dieses Fleisch dann vor dem Sieden oder Braten in frischem Wasser abwaschen. – Hr. Tiercelin versichert, daß sich das Fleisch auf diese Weise nicht nur sehr frisch erhält, sondern daß es sogar zärter wird und einen sehr angenehmen Geschmak erhält. Er will sich dieser Methode auf dem Lande, wo man oft die Woche nur ein Mal frisches Fleisch haben kann, und wo hingegen die Milch nicht selten um sehr geringen Preis zu haben ist, mit sehr gutem Erfolge bedient haben. Er empfiehlt seine Methode daher den Landleuten um so mehr, als das Gerinnsel, welches zur Aufbewahrung des Fleisches diente, immer noch zu anderen Zweken verwendet werden kann.

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