Titel: Verbesserungen an den Dampfwagen.
Autor: Gibbs, Joseph
Applegath, Augustus
Fundstelle: 1833, Band 49, Nr. LXIV. (S. 339–346)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj049/ar049064

LXIV. Verbesserungen an den Dampfwagen, auf welche sich Joseph Gibbs, Mechaniker zu Kent Terrace, in der Grafschaft Surrey, und August Applegath, Calicodruker zu Crayford, in der Grafschaft Kent, am 29. März 1833 ein Patent ertheilen ließen.

Aus dem Repertory of Patent-Inventions. Mai 1833, S. 265, u. Jun. S. 321.

Mit Abbildungen auf Tab. V.

Fig. 5 ist eine Seitenansicht, Fig. 6 eine Endansicht eines Dampfwagens. Gleiche Buchstaben beziehen sich auf gleiche Gegenstände. AA ist nämlich ein schmiedeisernes Gestell, welches von den elliptischen Federn XXX getragen wird, die mit den Triebfedern ZZ und dem Steuerungsrade Y verbunden sind. B 1, B 2, B 3 zeigt den Kessel oder Dampferzeuger, der gehörig an dem Gestelle festgemacht ist. Dieser Kessel besteht aus drei Theilen: B 1 ist nämlich der Körper oder der Feuerungsbehälter, welcher aus starkem Eisenbleche besteht, und in welchem das Wasser in einem doppelten Gehäuse, vom Feuer umgeben, enthalten ist. B 2 ist ein Cylinder, welcher gleichfalls Wasser, enthält, und der mit kupfernen Röhren von 2 Zoll im Durchmesser versehen ist, durch welche das Feuer und die heiße Luft von dem Körper B 1 nach Abwärts in den Rauchfang C gelangt. X ist eine Röhre, die das Wasser aus B 2 in B 1 leitet. B 3 ist die Dampfkammer oder der Separator, in welchem der Dampf von dem siedenden Wasser geschieden und gesammelt wird. D ist eine über B 3 befestigte Kammer, in die der verbrauchte Dampf bei seinem Uebertritte aus den Cylindern in den Rauchfang durch |340| die Röhren II geleitet wird. In dieser Kammer ist auch die Sicherheitsklappe angebracht.

Die verschiedenen Theile dieses Kessels ersieht man deutlicher aus Fig. 6. FF sind nämlich die Cylinder, welche zwar auf die gewöhnliche Weise verfertigt sind, welche sich aber, indem sie an dem Gestelle AA etc. aufgehängt und festgemacht sind, in den Zapfenlagern GG bewegen oder schwingen. Die Cylinder schwingen sich auf den Dampfröhren HH und II, auf denen sie ruhen, und die mit dem Dekel K der Cylinder FF zusammengegossen sind. Diese Dampfröhren sind innen hohl, damit der Dampf auf die in den schwingenden Maschinen gewöhnliche Weise frei in die Cylinder und aus denselben zurük gelangen kann. HH sind die Röhren, die den Dampf aus dem Separator B 3 in die Cylinder leiten; während die Röhren II den verwendeten oder benuzten Dampf aus dem Cylinder in die Kammer D führen. LL sind, die Schieber- oder Dampfventile, welche auf irgend eine der gewöhnlichen Methoden verfertigt werden können. Um alle Verwirrung zu vermeiden, ist die Art und Weise, auf welche die Schieber in Bewegung gesezt werden, eigens in der Zeichnung No. 1 dargestellt. Die Kolben der Cylinder FF sind auf die gewöhnliche Weise gebaut, und können mit einer metallenen oder sonstigen Liederung versehen werden. Die Enden der Kolbenstangen sind mit Reibungsrollen MM, die sich in den parallelen Leitungsstangen NN bewegen, ausgestattet. Die Enden der Kolbenstangen stehen mit den Armen OO in Verbindung, welche sicher auf den Enden der starken schmiedeisernen Spindel P festgemacht ist, und diese Spindel steht ihrerseits wieder durch die Zapfenlager QR, in denen sie sich dreht, mit dem Gestelle AA in Verbindung. Die Arme OO sind unter rechten Winkeln mir einander angebracht; und diese Spindel P mit den Armen OO vertritt die Stelle der gewöhnlichen Kurbelwelle. (An der Spindel P sind zwei Getriebe oder Zahnräder RR befestigt, welche sich mit der Spindel P umdrehen.) TT sind zwei andere Zahnräder, die sich an der Welle W frei um ihre Achse drehen, und von denen jedes je nach Bedarf durch die Klauenbüchsen SS mit der Welle W verbunden werden kann. Diese Klauenbüchsen sind in der Zeichnung als Reibungskegel dargestellt; sie sind auf irgend eine der gewöhnlichen Methoden mit der Welle VV verbunden, und werden auch, wie gewöhnlich, durch einen Schlaghebel in Bewegung gesezt. An der Welle VV sind überdieß auch noch die Treibräder ZZ angebracht. Die losen Räder TT greifen immer in die feststehenden Getriebe RR, und werden gleich diesen von verschiedenem Durchmesser verfertigt, damit, wenn eines derselben an der Welle W festgestellt wird, dadurch den Rädern ZZ eine schnellere |341| oder langsamere Bewegung mitgetheilt werden kann. Der Griff des Schlaghebels, der die Klauenbüchsen SS ein- oder ausschiebt, kann an irgend einen geeigneten Theil des Wagens hingeleitet werden. Die Spindel P und die Welle VV sind durch starke Bänder UU mit einander verbunden, damit die Zähne der Räder TT, und jene der Getriebe RR immer gehörig tief in einander eingreifen. Die Achsen von P und W befinden sich in einer und derselben horizontalen Linie, und die Federn XX sind an beiden Enden mit Fesseln oder Ringen (shackles) versehen, damit die Bewegung der Federn so wenig als möglich Einfluß auf die Bewegung der Zahnräder und Getriebe ausübe. Da die Spindel P unveränderlich mit dem Gestelle AA verbunden ist, während sich die Welle W mit den Federn hebt und senkt (jedoch in einer krummlinigen Richtung um den Mittelpunkt von P, wobei die Achsen von P und VV immer in gleicher Entfernung von einander erhalten werden), so greifen folglich die Zähne der Räder TT, und jene der Getriebe RR immer gleich tief in einander. Zu bemerken ist, daß jede der Fesseln s, s, s, s aus einem Stüke Eisen verfertigt werden soll, und daß sie durch Stifte oder Zapfen mit den Federn verbunden werden müssen, um jede seitliche oder schwingende Bewegung zu verhindern. Die Zahne der Räder TT und der Getriebe RR können an jedem Ende abgerundet seyn, wie man dieß aus der Zeichnung No. 2 ersieht. Der Gang der Maschine beim Eintritte des Dampfes erhellt von selbst; die Kolben werden abwechselnd gehoben und herabgedrukt, und dadurch werden die Arme OO, die Spindel P und die Getriebe RR zu Umdrehungen veranlaßt; dann wird die Klauenbüchse S mit einem der Zahnräder TT verbunden, welches dadurch, indem es in ein entsprechendes Getriebe R eingreift, gleichfalls umgedreht wird, und zugleich auch die Welle W und die Räder ZZ mit sich umdreht, so daß auf diese Weise die ganze Maschine in Bewegung kommt.

Die zur Leitung oder Steuerung nöthige Bewegung wird auf die gewöhnliche Weise hervorgebracht, d.h. die aufrechte Welle oder Stange a wird mittelst der Hebelgriffe bb bewegt. An dem unteren Ende voll a befindet sich ein gezähntes Getriebe c, welches in einen gezähnten Kreisbogen d eingreift, der aus der gabelförmigen Stüze e ruht. Diese leztere steht mit dem Steuerungsrade J in Verbindung, und zwar durch zwei Paare elliptischer Federn, von denen man eine bei XX sieht. Die Stüze e bewegt sich in dem Zapfenlager h, und ist mir ein Paar Stätigkeitsplatten (steady-plates) i versehen, wodurch sie aufrecht erhalten wird. Der Siz des Wagenlenkers befindet sich über dem Wasserbehälter k, dessen obere Seite den Raum für den Heizer bildet. Der Kessel wird wie gewöhnlich durch eine |342| Drukpumpe mit Wasser gespeist. Der verbrauchte Dampf wird aus der Kammer D in der Röhre p, die 3 bis 4 Zoll weit in die Kammer D hineinragt, in den Rauchfang geleitet.

Fig. 7 zeigt einen horizontalen Durchschnitt des bei Fig. 5 und 6 zum Theil beschriebenen Kessels. Fig. 8 gibt eine Seitenansicht desselben. B 1 ist nämlich dessen Körper oder Feuerbehälter, welcher von dem doppelten, mit Wasser gefüllten Gehäuse AA umgeben ist. C ist der Rauchfang. D die Kammer für den verbrauchten Dampf, der durch die bei Fig. 5 und 6 beschriebenen Röhren II aus dem Cylinder getrieben wird. E bezeichnet die Sicherheilsklappe, die durch eine Stange mit dem Hebel F in Verbindung steht, und an diesem Hebel ist die Feder G angebracht, die dem erforderlichen Druke angepaßt werden kann, H ist die Röhre, durch die der verbrauchte Dampf in den Rauchfang geleitet wird. I die trichterförmige Oeffnung, durch die das Brennmaterial eingetragen wird, K sind die Roststangen. B 2 ist der Cylinder, in welchem sich die kupfernen Röhren LLL. befinden, durch die das Feuer und die erhizte Luft aus dem Feuerbehälter B 1 nach Abwärts in den Canal M gelangen, der in den Rauchfang C führt, wie dieß in der Abbildung durch Pfeile ausgedrückt ist. In dem Durchschnitte Fig. 7 sieht man den Cylinder mit Wasser gefüllt, so daß dasselbe die Feuerröhren LL umgibt. Der Cylinder B 2 ist von dem Feuerbehälter B 1 getrennt; sein Scheitel und sein Boden bestehen aus starkem Eisenbleche, in welches die kupfernen Röhren eingesenkt und gehörig darin befestigt sind. Das Wasser in dem Cylinder B 2 communicirt durch die Röhre xx, welche durch punktirte Linien dargestellt ist, und die man auch in Fig. 1 sieht, mit dem in dem doppelten Gehäuse AA des Körpers B 1 befindlichen Wasser. N ist die Speisungsröhre, die das Wasser auf die gewöhnliche Weise von der Drukpumpe herleitet. In B 3 befindet sich der Apparat, der zur Scheidung des Dampfes von dem Wasser dient, aa ist eine kreisförmige Kupferplatte, welche quer durch das Innere der Kammer B 3, und dann kegelförmig nach Abwärts läuft, wie dieß die Zeichnung Zeigt. Der Dampf steigt, gewöhnlich mit Wassertheilchen gemengt, von der Oberfläche des Wassers nach der Richtung der Pfeile empor, und schlägt dann an den Boden der kreisförmigen Platte aa, von welchem er wieder nach Abwärts zurükgeworfen wird. Hiebei fällt nun das Wasser in Folge seiner größeren specifischen Schwere in den Trichter b, durch welchen es wieder in den Körper zurükgelangt, während der Dampf, als die leichtere Flüssigkeit zwischen der kreisförmigen Platte und dem oberen Trichter c in den oberen Theil der Kammer B 3 emporsteigt, von wo aus er dann durch die Dampfröhre e in die Cylinder emporsteigt. |343| Sollte dessen ungeachtet etwas Wasser mit dem Dampfe in den oberen Theil der Kammer B 3 übergetreten seyn, so kehrt dasselbe in Folge seiner eigenen Schwere durch den Trichter c zurük, da sich in diesem oberen Theile der Kammer der Dampf und das Wasser weniger in Bewegung befinden. Sowohl der obere Trichter c, als der untere Trichter b werden von der kreisförmigen Platte a getragen, und zwar mittelst 4 Säulen, von denen man bei dd zwei sieht.

Fig. 9 ist eine Seitenansicht eines Dampfwagens, der einen zur Fahrt von Reisenden bestimmten Wagen treibt. In diesem Falle ist das bei Fig. 5 und 6 beschriebene Steuerungsrad Y und der Lenkungsapparat von dem Dampfwagen getrennt. Der Dampfwagen ist mit dem zum Transporte der Reisenden bestimmten Wagen auf die in No. 3 abgebildete Weise verbunden; A zeigt hier nämlich den vorderen Theil des in Fig. 5 und 6 beschriebenen, eisernen Gestelles. B ist eine starke eiserne Stange oder ein Verbindungsstük, welches an dem Berte C des Wagens für die Reisenden, und dann auch an dem Baume D festgemacht ist. Die Stange B ist mittelst des Verbindungsstiftes E mit dem Gestelle A verbunden. Vorne an dem Wagen für die Reisenden ist dafür ein dem beschriebenen ähnlicher Steuerungsapparat angebracht, der übrigens auch auf irgend eine andere zwekmäßige Weise eingerichtet werden kann.

Fig. 10 ist eine Seitenansicht eines Dampfwagens, an welchem mehrere zum Transporte von Gütern bestimmte Wagen angehängt sind. In diesem Falle bleibt der Dampfwagen in dem bei Fig. 5 und 6 beschriebenen Zustande, während die Wagen oder Karren auf irgend eine geeignete Weise an dem Hinteren Theile des Gestelles AA angehängt sind.

In der Zeichnung No. 1 sieht man den Apparat, der zur Bewegung der Schieber und Klappen dient, von Vorne und von der Seite abgebildet. AA ist hier der aufrechte Theil des eisernen Gestelles, wie man es in Fig. 5 und 6 sieht. B ist eine Spindel, die sich in den an den Schieberbüchsen LL befestigten Zapfenlagern CC bewegt. An dem einen Ende der Spindel B ist ein aufrechter Hebel FF befestigt, an welchem sich zwei Stifte oder Zapfen E und K befinden. D ist eine Stange, die an dem einen Ende mit dem Gestelle AA. in Verbindung steht, während ihr entgegengeseztes Ende zwei gabelfömige Mündungen bildet, von denen die untere den an dem unteren Theile des aufrechten Hebels F befindlichen Stift E umfaßt. An derselben Spindel B befinden sich ferner auch die beiden Arme GG, mit denen die beiden Verbindungsstangen HH ein Gefüge bilden, und diese Verbindungsstangen sind mit einem Querstüke I versehen, welches an dem Ende |344| der Schieberstange t, die malt auch in Fig. 5 sieht, angebracht ist. Wenn sich die Cylinder und die daran befindlichen Schieberbüchsen schwingen, so bleiben der Stift E und das untere Ende des aufrechten Hebels F unbeweglich, indem sie von der an dem aufrechten Theile des Gestelles AA befindlichen Verbindungsstange D festgehalten werden. So wie sich aber der Stüzpunkt oder die Spindel B mit dem Cylinder und der daran befestigten Schieberbüchse bewegt, beschreiben die Arme GG einen Theil eines Kreises, und heben oder senken auf diese Weise die Schieberstange t, die mittelst des Querstükes l und der Verbindungsstangen HH mit den Armen GG in Verbindung stehen. Soll die Bewegung der Maschinen umgekehrt werden, so muß die untere gabelförmige Mündung aus dem Stifte E gehoben, und dafür die obere gabelförmige Mündung so gestellt werden, daß sie den oberen Stift K in dem aufrechten Hebel F umfaßt, in welcher Stellung sie von der Verbindungsstange M gestüzt wird, die ihrerseits an irgend einen Theil der Maschine geführt werden kann, so daß der Maschinist, ohne seinen Plaz zu verändern, die gabelförmige Stange D emporheben oder herabdrüken kann.

Fig. 11 stellt einen verbesserten Dampfkessel oder Dampferzeuger im seitlichen Durchschnitte dar. Fig. 12 zeigt ebendenselben im Grundrisse. Fig. 13 endlich ist ein horizontaler Durchschnitt des Kegelcylinders nach der punktirten Linie in Fig. 11 genommen. An diesen drei Figuren beziehen sich gleiche Buchstaben auf gleiche Gegenstände. AA ist das doppelte, mit Wasser gefüllte Gehäuse, wobei zu bemerken ist, daß das doppelte Gehäuse der verschiedenen in dieser Patenterklärung beschriebenen Dampfkessel mit Nieten oder Bolzen versehen ist, durch welche die inneren und äußeren Seiten der Gehäuse mit einander verbunden sind. Einige dieser Nieten sieht man in Fig. 14. B sind die Roststangen. C ist die Dampfkammer oder der Separator, der zum Behufe der Scheidung des Dampfes mit einem Apparate versehen ist, der dem bei Fig. 7 beschriebenen ähnlich ist. Diese Kammer kann auch, wie in Fig. 5 und 6, eine ähnliche Kammer für den verbrauchten Dampf besizen. D ist der nach Abwärts steigende Cylinder, der keine kupfernen Röhren hat, wie jener in Fig. 7, sondern der aus einem doppelten Gehäuse besteht. Das Innere dieser Gehäuse ist mit hohlen Kegeln ausgestattet, deren Spizen in der Mitte des Cylinders beinahe zusammenstoßen, so daß das Feuer und die erhizte Luft, wenn sie im Inneren des Cylinders gegen den Rauchfang E herabsteigen, nach allen Richtungen an die Kegel anschlagen. Der Zwek dieser Kegel ist eine Vergrößerung der Feuerungs- und Wasseroberflächen; sie können daher je nach den Umständen auf verschiedene Weise angeordnet werden. So |345| kann man den Feuerstrom und die erhizte Luft in denselben zuweilen in einem aufsteigenden, zuweilen in einem absteigenden, oder in einem horizontalen Strome, oder in beiden zugleich leiten. Eben so kann man diese Kegel so anbringen, daß sie in den Kessel oder in das doppelte, mit Wasser gefüllte Gefäß hineinragen, oder daß sie sich direct über dem Feuer oder über dem erhizten Luftstrome, oder um dasselbe herum befinden. Alle die Modifikationen, die hier möglich sind, zu beschreiben, ist weder nöthig, noch möglich. Die Verhältnisse der Seiten des Kegels zu dessen Basis können verschieden abgeändert werden; besser dürfte es seyn, wenn man die dem Feuer zunächst liegenden Kegel etwas stumpfer machte, als jene, die weiter davon entfernt sind, so daß der Dampf leichter zwischen denselben entweichen kann. Es ist übrigens auch nicht nöthig, daß diese Vorsprünge genau die Form von Kegeln haben; sie können z.B. auch keilförmige Prismen oder trichterförmige Parallelogrammen mit abgerundeten Eken vorstellen, oder kurz irgend eine Form haben, welche mit ihrer Basis an dem Kessel oder Gefäße, in welchem das Wasser enthalten ist, verbunden werden kann. Sie können ferner aus Guß- oder Schmiedeisen, oder irgend einem anderen zwekmäßigen Materiale verfertigt werden, und die doppelten Gehäuse können irgend eine geeignete Gestalt haben. Der Cylinder D muß durchaus auf die in dem oberen Theile angedeutete, und aus dem horizontalen Durchschnitte Fig. 13 ersichtliche Weise mit Kreisen von Kegeln ausgestattet werden. GG sind zwei Röhren, welche das Wasser aus dem oberen Theile des Kessels in den unteren leiten, im Falle die Gänge HH durch das Emporsteigen des Dampfes unwegsam werden, l ist die Röhre, durch welche der Kessel auf die gewöhnliche Weise von einer Drukpumpe gespeist wird.

Fig. 14 ist ein Seitendurchschnitt einer anderen Art von Kessel, an welchem zwei Kegelcylinder, von denen sich einer in der Mitte des Feuers befindet, angebracht sind. Fig. 15 endlich ist ein horizontaler Durchschnitt dieses Kessels. AA bezeichnet an beiden lezteren Figuren das äußere Gehäuse oder den Cylinder, der hier zwei Mal so viel Wasser faßt und mit mehreren Kreisen von Kegeln ausgestattet ist. BB sind die Roststangen, die in einem Kreise rund um den inneren Cylinder herum angebracht sind. D ist der innere Kegelcylinder, der nach der beschriebenen Methode gleichfalls gedoppelt und bis zu dem in den Rauchfang E führenden Canal G hinab mit Kegelkreisen ausgestattet ist, obschon in der Zeichnung nur drei solcher Kreise angedeutet sind. C ist die bei Fig. 7 beschriebene Dampfkammer oder der Separator, FFFF sind vier Oeffnungen in dem inneren Kegelcylinder D, durch welche das Feuer und die erhizte Luft aus dem äußeren Kreise nach |346| Abwärts und zwischen den Kegeln bis in den Canal G, und von da bis in den Rauchfang E gelangen kann. HHH in Fig. 15 sind 3 Oeffnungen in dem Cylinder AA, die zum Eintragen des Brennmaterials dienen. I ist die Speisungsröhre, die das Wasser von der Drukpumpe herleitet. KK sind Röhren, durch welche das in dem äußeren Cylinder AA befindliche Wasser mit dem im inneren Cylinder D enthaltenen Wasser communicirt. Es sind vier solcher Röhren in gleichen Entfernungen von einander angebracht, von denen man jedoch nur zwei in Fig. 14 angedeutet sieht.

Unsere Erfindungen, sagen die Patentträger, bestehen 1) in einer neuen Einrichtung und Verbindung der Theile eines Dampfwagens; 2) in einer neuen Bauart eines Dampfkessels, nach welcher derselbe aus doppelten Gehäusen und hohlen, mit Wasser gefüllten Kegeln besteht; 3) in der Verbindung von Wellen, Rädern, Bändern und Federn, um zwei- oder mehrerlei Geschwindigkeiten in der Bewegung der Räder der Dampfwagen zu erzielen, während sich die Kolben der Maschine doch mir gleichförmiger Geschwindigkeit bewegen; und 4) endlich in dem Treiben eines Fuhrwerkes auf den gewöhnlichen Straßen, und zwar mittelst eines Dampfwagens, welcher aus einem Kessel, aus Maschinen und aus den beschriebenen Bewegungsapparaten besteht, so zwar, daß der Dampfwagen von diesem Fuhrwerke ganz abgesondert oder geschieden werden kann.

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