Titel: Hodge's Verbesserungen in der Hutfärberei.
Autor: Hodge, William
Fundstelle: 1833, Band 49, Nr. XCVI . (S. 452–453)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj049/ar049096

XCVI. Verbesserungen in der Hutfärberei, auf welche sich William Hodge zu Margaret Street, Dover Road, Grafschaft Surrey, am 19. Julius 1832 ein Patent ertheilen ließ.

Aus dem Repertory of Patent-Inventions. Februar 1833, S. 80.

Die ganze Erfindung des Patentträgers besteht eigentlich nur in einer Verbesserung des Bowler'schen Apparates zum Färben der Hüte.98) Die neue Maschine besteht nämlich aus einem cylindrischen Gestelle oder Rahmen aus Kupfer, dessen Form zwar verschieden abgeändert werden kann, der aber doch am besten cylindrisch geformt ist, weil er in diesem Zustande der Gestalt der meisten Farbkessel |453| am besten entspricht. Das Material, aus welchem dieses Gestell verfertigt werden soll, kann nach Belieben gewählt werden; doch dürfte Kupfer am besten seyn, weil dieses am wenigsten Veränderung durch die Farbstoffe erleidet. Der innere Raum dieses Gestelles ist nun mit anderen Rahmen ausgefüllt, welche abwechselnd feststehend und beweglich sind: erstere bilden immer einen mit der Maschine zusammenhangenden Theil, leztere hingegen können aus den Fugen, in denen sie sich bewegen, herausgezogen werden. Jeder der Rahmen ist durch aufrechtstehende Riegel oder Stangen in Fächer abgetheilt, und an diesen Stangen sind Aufhänger oder Stellvertreter der Hutblöke angebracht. Diese lezteren bestehen aus zwei kupfernen Halbcylindern, welche durch einen gleichfalls kupfernen Spanner oder eine Art von Klammer an einander befestigt sind. Der Spanner oder die Klammer befindet sich innerhalb der Aufhänger, und ist mit diesen an der Stange festgemacht, und zwar mittelst Armen mit Oehren oder Augen, durch welche Schrauben mit Muttern und die Hauptschraube der Klammer gehen.

Man bedient sich dieses Apparates auf folgende Weise: Ueber dem Farbkessel befindet sich in der Deke des Färbehauses eine große Rolle, über welche ein Seil läuft; an lezterem ist die Maschine festgemacht, so daß dieselbe in den Kessel herabgelassen oder wieder emporgehoben werden kann, je nachdem die Hüte gefärbt oder getroknet werden sollen. Will man nun Hüte färben, so werden die beweglichen Rahmen aus ihren Fugen herausgezogen, und die Aufhänger oder Blöke mit Hüten ausgestattet. Eine Kurbel, welche an der Centralschraube angebracht ist, zieht den Spanner zusammen oder dehnt denselben aus, so daß der Aufhänger genau in den Hut paßt. während nun der eine Arbeiter diese beweglichen Rahmen mit Hüten füllt, füllt ein anderer die unbeweglichen Rahmen, welche durch das Herausziehen der ersteren zugängiger geworden. Dann werden die beweglichen Rahmen wieder eingeschoben, so daß die nun ganz mit Hüten gefüllte Maschine mittelst des Seiles und der Rolle allmählich in den Farbkessel herabgesenkt werden kann. War die Maschine mitsammt den Hüten lange genug untergetaucht, so zieht man sie wieder aus dem Kessel empor, und gibt ihr eine solche Stellung, daß die beweglichen Rahmen herausgezogen, die Spanner zusammengezogen und die Hüte von den Aufhängern abgenommen werden können. Die Ersparniß an Zeit bei dem Gebrauche dieser Maschine soll bedeutend seyn.

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Die Bowler'sche Maschine findet man im Polyt. Journ. Bd. XLII. S. 265 beschrieben und abgebildet.

A. d. R.

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