Titel: Ueber die Verfertigung des sogenannten hydrographischen Papieres.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1833, Band 49, Nr. XVII./Miszelle 16 (S. 73–74)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj049/mi049017_16

Ueber die Verfertigung des sogenannten hydrographischen Papieres.

Man verkauft, sagt Hr. Coulier im Journal des connaissances usuelles, Mai 1833. S. 288, seit einiger Zeit zu Paris ein sogenanntes hydrographisches Papier, auf welchem man mit Wasser, Speichel oder irgend einer anderen Flüssigkeit deutlich schreiben kann. Die Bereitung dieses Papieres, welches bei |74| manchen Leuten so viel Aufsehen machte, ist höchst einfach. Man tränkt nämlich gewöhnliches Papier mit einem leichten Galläpfel-Absude, und überstreut es, nachdem es im Schatten vollkommen gut getroknet worden, mit höchst fein gepulvertem, calcinirten Eisenvitriole, den man überall gut in das Papier einreibt, so wie man das Papier z.B. mit Gummi Sandarac einreibt, um es wasserdicht zu machen. Das Papier enthält auf diese Weise offenbar alle zur Tinten-Bildung nöthigen Elemente bis auf das Wasser, gibt Man ihm such dieses in regelmäßigen Zügen, so wird man auf dem Papiere deutliche Schriftzüge oder Zeichnungen durch wahre Tinte erhalten. Man verkauft dieses Papier gegenwärtig in kleinen Cahiers, das Stük zu 50 Centimen.

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