Titel: Papier wird jezt in England nach der Meile verkauft.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1833, Band 49, Nr. XVII./Miszelle 17 (S. 74)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj049/mi049017_17

Papier wird jezt in England nach der Meile verkauft.

Das Papier, welches noch vor wenigen Jahren nur in Bogen verfertigt wurde, wird nun in England nicht bloß nach der Elle, sondern sogar nach der Meile bestellt und verkauft! Welche Aussicht für unser schreibendes Zeitalter und für unsere Papier verwüstenden und durch Scriblerei die Welt regierenden und beglükenden, niederen und hohen Schreiber! Um wie viel fühlbarer wird die Wohlthat dieser Erfindung bei uns seyn, als in England, wo man bloß für das von unseren Gelehrten verrufene Grob- und Gemeinnüzliche Sinn hat! – Der Staffordshire-Mercury enthält folgenden brieflichen Auftrag eines Fabrikanten an Hrn. Fourdrinier zu Newcastle: „Belieben Sie mir 10 Meilen Ihres besten Drukpapieres zu senden, und zwar 6 Meilen von einer Breite von 30, und 4 Meilen von einer Breite von 22 Zollen. Das Papier soll nach Georg Fourdrinier's Methode auf hölzerne Walzen aufgerollt seyn. Ich verharre etc.“ Man drukt dieses beinahe endlose Papier gegenwärtig in England auf dieselbe Weise mit gravirten Walzen, auf welche man die Kattune in den Kattundrukereien drukt. Das bedrukte Papier wird dann zu Tapeten und anderen Dingen verwendet.

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