Titel: Ueber das Gerben von grober Leinwand, Striken u. dgl.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1833, Band 49, Nr. XVII./Miszelle 19 (S. 74)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj049/mi049017_19

Ueber das Gerben von grober Leinwand, Striken u. dgl.

So gut sich thierische Häute durch die Behandlung mit Gerbestoff gegen das Verderben schüzen lassen, eben so gut kann man auch der Leinwand, dem Garne, Spagat, den Striken etc. durch die Anwendung dieses Mittels größere Stärke und Dauerhaftigkeit geben. Es ist dieß ein Mittel, welches bereits sehr alt ist, welches aber gegenwärtig nur mehr einigen Fischern und einigen an der See wohnenden Leuten bekannt zu seyn scheint. – Man soll, wie das Journal des connaissances usuelles, März 1833, S. 169 sagt, die Leinwand in dieser Absicht 8 bis 10 Tage lang in eine Eichenrinden-Brühe einweichen, und diese Operation von Zeit zu Zeit wiederholen, bis man bemerkt, daß die braune Farbe der Leinwand wieder zu bleichen anfängt. Was den Spagat betrifft so soll man denselben in eine Auflösung von zwei Pfund Leim in 30 Liter Wasser einweichen, und dann in einen Eichen-Absud oder in eine andere gerbestoffhaltige Flüssigkeit bringen. Es entsteht auf diese Weise zwischen den einzelnen Fasern ein festes Gewebe, wodurch die Stärke der Strike bedeutend vermehrt wird.

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