Titel: Ueber das Aufblasen der Kautschuk-Ballons.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1833, Band 49, Nr. XVII./Miszelle 20 (S. 74–75)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj049/mi049017_20
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Ueber das Aufblasen der Kautschuk-Ballons.

Ich habe nach Rutter's Angabe, sagt Hr. Baddeley im Mechanics' Magazine N. 511, mehrere Kautschuk-Ballons dadurch auszudehnen versucht, daß ich Luft in denselben verdichtete, und auch dadurch, daß ich den Druk einer Wassersäule darauf einwirken ließ. Ich fand jedoch, daß das Wasser hiebei nachtheilig auf den Kautschuk einwirke, so daß ich die Anwendung der trokenen Wärme während des Aufblasens für die beste Methode halte, nur muß diese Wärme gleichmäßig und unter beständigem Umdrehen des Ballons angebracht werden. Ist die Kautschuk-Flasche ungleich dik, so lasse ich auf die dikeren Stellen etwas mehr Wärme einwirken, wo sich dann bei langsamen und vorsichtigen Aufblasen diese Ungleichheit ausgleichen wird. Ich habe auf diese Weise Ballons von 20 bis 22 Zoll im Durchmesser verfertigt. Am besten ist es, wenn man die Flasche, nachdem sie bis zu einer gewissen Größe aufgeblasen worden, in eine erwärmte Luft bringt; denn dann wird die Luft sich allmählich ausdehnen und folglich auch die Flasche erweitern. Ist dieß geschehen, so blast man noch mehr Luft ein, und erwärmt die Flasche neuerdings u.s.f. bis sie die gehörige Größe erlangt hat. – Berstet eine solche Flasche beim Aufblasen, so eignet sich die dünne Kautschuk-Substanz, die man erhält, ganz gewöhnlich zum Verbinden von Gläsern und dergleichen, wozu sie weit besser taugt, als die gewöhnlich gebräuchlichen Schweinsblasen. Für pneumatische Apparate, Luftpumpen etc. geben diese Kautschuk-Platten die besten Teller, die die ledernen weit übertreffen.

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