Titel: Verschiedene Mittel gegen Raupen, Feldmäuse etc.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1833, Band 49, Nr. XVII./Miszelle 30 (S. 78–79)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj049/mi049017_30

Verschiedene Mittel gegen Raupen, Feldmäuse etc.

Das Journal des connaissances usuelles, April 1833 enthält, wie gewöhnlich auch dieß Mal, wieder einige Mittel gegen Ungeziefer allerlei Art, von denen einige wenig bekannt zu seyn scheinen. Wir wollen dieselben hier mittheilen, ohne deren Wirksamkeit verbürgen zu können und zu wollen. – Gegen die Raupen soll man im Frühjahre mit Feuergewehren auf die Jagd gehen, und zwar auf folgende Weise. Die Raupen sammeln sich bekanntlich zu gewissen Tageszeiten an den Verzweigungen der Bäume; in diesem Zustande soll man sie nun erlegen, |79| indem man eine kleine Pistole mit erweiterter Mündung, welche bloß mit einer halben Ladung Pulver geladen ist, aus einer fußweiten Entfernung auf sie abfeuert. Die Raupen werden dadurch getödtet werden, ohne daß die Knospen Schaden leiden. Sind die Raupennester sehr hoch auf den Bäumen, so kann man die Pistole an eine längere oder kürzere Stange binden, und auf diese Weise der Raupenjagd nachgehen. – Als das beste Mittel, um ausgebaute Buhnen und Erbsen gegen die Verheerungen der Feldmäuse zu schüzen, empfiehlt ein Apotheker die Samen in Wasser zu weichen, in welchem man mit Hülfe eines Alkali etwas weniges empyreumatisches Oehl vertheilt hat. – Eben derselbe räth auch Schwefelwasser, wie z.B. gebrauchte Schwefelbäder, zur Vertilgung von Schneken und Erdflöhen zu benuzen, da dieß in diesem Falle ganz vorzügliche Dienste leisten soll. – Nach einem englischen Landwirthe lassen sich Erbsen und Bohnen, die man ausbaut, am besten gegen die Angriffe der Feldmäuse schüzen, wenn man sie einen oder zwei Tage lang in Fischthran einweicht. – Endlich bringt das Journal des connaissances usuelles auch die uralten Waschungen mir Aloe-Auflösung als ein neues Mittel zur Vertilgung von mancherlei Insecten in Vorschlag.

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