Titel: Ueber das Poliren von Möbeln.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1833, Band 49, Nr. XXIX./Miszelle 14 (S. 157–158)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj049/mi049024_14

Ueber das Poliren von Möbeln.

Die sogenannte französische Politur, sagt Hr. Loudon in seiner Cottage, Farm and Villa Architecture, ist bei Weitem die beste, um dem Holze die größte Schönheit zu geben, und um demselben einen Glanz und Reichthum der Farbe zu verleihen, welcher durch kein anderes Mittel erzielt werden kann. Ein wesentlicher Vortheil der französischen Politur besteht darin, daß sie nicht geneigt ist Sprünge und Krazer zu bekommen, wie dieß beim Firnisse der Fall ist. Sie eignet sich daher hauptsächlich zum Poliren aller feineren Möbel, und ist in dieser Hinsicht allen übrigen Methoden vorzuziehen. Für Tafeltische ist nach Hrn. Dalziel, einem der ersten Tischler, kalt gepreßtes Leinöhl für sich allein die beste Politur. Man braucht die Tische nur einige Stunden lang mit Hülfe eines weichen Tuches so lange damit zu reiben, bis sie den gehörigen Glanz bekommen haben, der dann lange erhalten werden kann, und der selbst durch heiße Schüsseln und siedendes Wasser weniger Schaden leidet, als dieß bei der französischen oder |158| irgend einer anderen Politur der Fall ist. Die gewöhnliche Politur der Tischler besteht aus Wachs, welches mit Terpenthingeist aufgelöst, und mit etwas wenigem Harz vermengt wird; sie wird bekanntlich dünn auf das Holz gestrichen, und dann alsogleich mit weichen reinen Tüchern eingerieben. (Mechanics' Magazine N. 513.)

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