Titel: Ueber die Verfälschung des Lavendelöhles.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1833, Band 49, Nr. XXIX./Miszelle 18 (S. 159)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj049/mi049024_18

Ueber die Verfälschung des Lavendelöhles.

Das Lavendelöhl, welches im südlichen Frankreich im Großen bereitet, und in ziemlich großen Quantitäten an die Parfumeurs aller Länder versendet, so wie auch zur Bereitung mehrerer Firnisse verwendet wird, wird gegenwärtig, wie Hr. Trevet im Journal des connaissances usuelles, April 1833, S. 215 bemerkt, sehr häufig mit Alkohol oder mit Terpenthingeist verfälscht. Die Verfälschung mit Alkohol erkennt man leicht durch Zusaz von Wasser; denn dieses bemächtigt sich des Alkoholes und sinkt mit diesem zu Boden, während das Lavendelöhl oben schwimmen wird. Um die Verfälschung mit Terpenthinöhl zu erkennen, braucht man das fragliche Oehl nur in einem metallenen Löffel einer ziemlich bedeutenden Hize auszusezen; entwikelt sich nämlich hiebei ein diker, schwarzer und unangenehm riechender Rauch, so ist dieß ein sicheres Zeichen, daß das Lavendelöhl mit Terpenthingeist verfälscht ist.

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