Titel: Ueber die Benuzung der ausgefallenen Cocons.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1833, Band 49, Nr. XLIV./Miszelle 16 (S. 237)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj049/mi049044_16

Ueber die Benuzung der ausgefallenen Cocons.

Ein Correspondent des Journal des connaissances usuelles Julius 1833 S. 60 bemerkt, daß es eine ganz falsche Idee sey, wenn man glaubt, daß die Flüssigkeit, die der Schmetterling von sich gibt, um aus dem Cocon, den er als Raupe gesponnen, entweichen zu können, die Seidenfaden im Geringsten beschädige oder gar auflöse. Diese Flüssigkeit bewirkt nach seiner Meinung nichts weiter als eine Erweichung der gummiartigen Substanz, durch welche die Faden der Cocons an einander gebaken sind. In Folge dieser Erweichung geben nun die Seidenfaden leicht nach, so daß die Schmetterlinge unter ganz geringer Anstrengung aus ihrem Gehäuse entschlüpfen können, ohne daß die Seidenfaden abgerissen oder aufgelöst werden, oder überhaupt irgend eine andere Veränderung, als die erleiden, daß sie durch das Thier aus ihrer bisherigen Lage gebracht werden. Er empfiehlt daher auch die ausgefallenen Cocons abzuhaspeln, und behauptet, daß dieß leicht und vollkommen geschehen könne, wenn man an der Durchbruchsstelle nur einige Vorsicht anwenden will. Es wäre allerdings der Mühe werth, neuerdings einige Versuche hierüber anzustellen.

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