Titel: Ueber Saulnier's Strekwerk zum Auswalzen von Blattgold und anderen Metallen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1833, Band 49, Nr. XLIV./Miszelle 6 (S. 232–233)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj049/mi049044_6

Ueber Saulnier's Strekwerk zum Auswalzen von Blattgold und anderen Metallen.

Hr. Saulnier d. ältere hat eine neue Art von Strekwerk erfunden, an welchem dem an anderen Strekwerken so häufig erfolgenden Zerbrechen beim Härten |233| oder bei dem Druke, dem er ausgesezt ist, abgeholfen wird. Der Bulletin de la Société d'encouragement enthält eine Beschreibung und Abbildung dieser schönen Maschine, auf die wir leider nur verweisen können, da wir die Abbildung bei ihrer großen Ausdehnung und bei unserem beschränkten Raume unmöglich geben können. Das Wesentliche der Erfindung besteht denn Annales de la Société polytechniques S. 48 zu Folge darin, daß Hr. Saulnier kleine Walzen aus Gußstahl anwendet, und diese zwischen den beiden großen Cylindern anbringt, welche aus Gußeisen oder nicht gehärtetem Stahle bestehen können. Auf diese kleinen Walzen, die sich über einander befinden und welche sich in entgegengesezter Richtung umdrehen, drüken in der ganzen Länge der Tafeln die großen Walzen, wobei man kein Zerbrechen der Walzen während des Auswalzens zu befürchten hat. Die Verlängerung oder Dehnung der Metalle erfolgt in diesem Strekwerke unter geringerem Druke, und folglich mit geringerem Kraftaufwande, weil der Durchmesser der stählernen Walzen, welcher beiläufig den dritten Theil von dem Durchmesser einer Strekwalze beträgt, dem auszuwalzenden Metalle eine kleinere Oberfläche darbietet, und folglich mehr dehnend auf das Metall wirkt. Ein solches Strekwerk wird jezt in der Fabrik des Hrn. Saulnier zur Fabrikation von Blattgold benuzt, und zwar mit bestem Erfolge. Die Maschine eignet sich übrigens auch zum Auswalzen von Eisenblech und anderen Metallen.

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