Titel: Einiges über das Paken und Aufbewahren von Maschinen aus Eisen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1833, Band 49, Nr. LXI./Miszelle 7 (S. 317–318)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj049/mi049061_7

Einiges über das Paken und Aufbewahren von Maschinen aus Eisen.

Das Mechanics' Magazine theilt folgenden Auszug aus einem Schreiben mit, welches Hr. James Watt Esq., in Betreff des Pakens und Aufbewahrens von Maschinerien an Hrn. John Barrow Esq., von der Admiralität, richtete. „Die ausgebohrten oder abgedrehten eisernen Theile von Maschinen werden vor dem Versenden sämmtlich gut befettet und mit Kabelgarn umwikelt; die äußeren Oberflächen der gußeisernen Gegenstände erhalten einen Anstrich mit Oehlfarbe, und die polirten Gegenstände aus Schmiedeisen endlich werden gut befettet, und dann mit trokenen Sägespänen in Kisten gepakt. Diese Maßregeln reichen jedoch nicht hin, um das Eisen für eine nur etwas lange Zeit vor Rost zu bewahren. Ein Beispiel hiefür ergab sich im Jahre 1826 mit der Maschinerie des Dampfschiffes the Alban, welche, da das Schiff zur Zeit der Ankunft derselben noch nicht fertig war, 6 Monate in einem Magazine liegen bleiben mußte, das man allgemein für sehr troken hielt. Die aus Schmiedeisen bestehenden Theile der Maschinerie waren nämlich nach Ablauf dieser Zeit so von Rost angegriffen, daß sie neu polirt und angepaßt werden mußten, was einen bedeutenden Kostenaufwand und Zeitverlust veranlaßte. – Man sollte, um diesen Unannehmlichkeiten vorzubeugen, wenn die Maschinen nicht unmittelbar nach der Ankunft der dazu nöthigen Apparate errichtet werden, die Kisten jedes Mal gleich öffnen, die Sägespäne herausnehmen, und alle aus Schmiedeisen bestehenden Theile gut reinigen und neuerdings befetten. Dann soll man sie in einem trokenen Magazine aufbewahren, |318| und zwar in einem Magazine, welches wo möglich zuweilen geheizt wird. Auch die Cylinder, Luftpumpen etc. müssen gereinigt und frisch befettet werden; sämmtliche gußeisernen Geräthe, so wie auch die Dampfkessel, müssen unter Dach gebracht und gut gegen Nässe geschüzt werden.“ – In einer späteren und wer, No. 508, theilt das Mechanics' Magazine einen Artikel eines anderen Correspondenten über denselben Gegenstand mit, in welchem empfohlen wird, das Fett, welches man zum Befetten der Maschinerien anwendet, vorher beiläufig eine Stunde lang auf 230° F. zu erhizen, um alles Wasser aus demselben zu vertreiben, und es dann mit einer guten Portion frisch gebrannter und zu unfühlbarem Pulver zerriebener Holzkohle zu vermengen. Dieses Gemisch soll das Eisen nämlich sehr gut gegen Rost schüzen.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: