Titel: Die projectirte Eisenbahn zwischen Sheffield und Manchester
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1833, Band 49, Nr. LXXIX./Miszelle 5 (S. 394)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj049/mi049079_5

Die projectirte Eisenbahn zwischen Sheffield und Manchester

mußte nun wieder aufgegeben werden, obschon die Gesellschaft für die Bill zur Errichtung derselben und für die verschiedenen Plane zu deren Bau bereits eine Summe von 18,000 Pfd. Sterl. aufgewendet hatte! Das Mißlingen dieser Unternehmung liegt in den außerordentlich beschränkenden Bestimmungen, unter denen die Bill den Bau der Bahn gestattet. Die erste Clausel der Bill sagte nämlich, daß die ersten 100,000 Pfd. Sterl. innerhalb der ersten 3 Jahre auf das Sheffield – Ende der Bahn verwendet werden müßten, d.h. auf jenen Theil, der gerade den geringsten Ertrag versprach. Die zweite Clausel sagte, daß die Bill erloschen wäre, wenn die Bahn nicht innerhalb 7 Jahren vollendet seyn würde; die dritte machte es endlich zur Bedingung, daß der Bau nicht eher beginnen dürfe, als bis die auf 530,000 Pfd. angeschlagenen Kosten vollkommen durch Actien-Subscription gedekt seyn würden. Von dieser Summe fehlten noch 85000 Pfd. Sterl, und die Gesellschaft ging daher mit einem Verluste von 18,000 Pfd. Sterl. für dießmal auseinander. Uebrigens zeigt sich jezt, daß Hrn. Stephenson's Plan, nach welchem der Bau hätte geführt werden sollen, an Zwekmäßigkeit und Wohlfeilheit bei Weitem jenem nachstand, den später ein wenig bekannter Feldmesser, Hr. Henry Sanderson, in Vorschlag brachte. Wäre man diesem Plane gefolgt, so hätten die subscribirten Fonds nicht nur hingereicht, sondern die Bahn wäre auch kürzer und leichter ausführbar geworden. (Mechanics' Magazine, No. 519, S. 266.)

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