Titel: Vervollkommnung an den Steigbügeln.
Autor: Ranson,
Fundstelle: 1833, Band 50, Nr. XCVI. (S. 431–432)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj050/ar050096

XCVI. Vervollkommnung an den Steigbügeln; von Hrn. Ranson, Kreisbauinspector in München.

Mit Abbildungen auf Tab. VII.

Der Steigbügel des Reiters ist allerdings eine sehr zwekmäßige Vorrichtung, und nicht sowohl wegen des Reitens schlechthin nöthig und nüzlich, als um dem Reiter durch diese Stüze eine freiere Bewegung und Anwendung seiner Kräfte zu gestatten.

Jedoch hat er eine Unvollkommenheit, welche schon vielen Soldaten das Leben gekostet hat, indem sie verwundet, oder sonst außer Stande sich auf dem Pferde zu erhalten, herabsanken, und von dem flüchtig gewordenen Pferde fortgeschleift, auf eine schmerzvolle Art zu Grunde gingen, weil sich ihr Fuß im Bügel fing! –

Der Fuß des herabfallenden Reiters nimmt in diesem Falle aus der Richtung (Fig. 22) jene von Fig. 23 an, und da nun der Bügel immer in der senkrechten Richtung zu bleiben strebt, so nimmt er die Richtung (ab) an, worin der Fuß gefangen ist. Hätte nun der Steigbügel eine federartige Vorrichtung a (Fig. 22), welche den Vortheil gewährt, daß der Fuß des Reiters im Bügel stets in derselben Richtung bleibt, also unmöglich macht, daß er die Richtung |432| (ab) nach dem Falle des Reiters annehmen kann, sondern in der Richtung a' b' (Fig. 24) bleiben muß, so würde sich der Fuß von selbst frei machen, und diese große und nicht selten eintretende Gefahr wäre ein Mal für immer beseitigt.

Es ist auch gewiß, daß, je schwerer der Bügel ist, desto mehr wird er sich nach Fig. 23 gegen den Fuß andrüken! –

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