Titel: Ueber das Färben des Schafleders für den Gebrauch der Buchbinder.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1833, Band 50, Nr. XV./Miszelle 18 (S. 79)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj050/mi050015_18

Ueber das Färben des Schafleders für den Gebrauch der Buchbinder.

Das Journal des connaissances usuelles, August 1833, S. 111, gibt, wie es sagt, die besten Methoden an, nach welchen man in England die drei Flüssigkeiten bereitet, die für alle Farben, welche die Buchbinder dem Leder, dessen sie sich bedienen, geben wollen, als Grund dienen. Die erste dieser Flüssigkeiten ist nun nichts weiter, als eine Auflösung von grünem Eisenvitriole, mit der man, je nach dem Grade ihrer Sättigung, alle Schattirungen vom Hellgrau bis zum Dunkelschwarz erhalten kann; die zweite ist eine Potascheauflösung, die alle Schattirungen von Braun gibt, und die dritte ist eine Auflösung von feinem Zinne in Scheidewasser, welche als Grund für das Gelb, Roth und Blau dient. Für sich allein, mit Wasser verdünnt, gibt diese Zinnauflösung nämlich eine weißlich-gelbe Farbe; mit einem starken Kreuzbeeren-Absude vermengt, gibt sie ein sehr dunkles Gelb; mit einem starken Absude von Sandel- oder Campescheholz ein schönes Roth, und mit Indigo endlich ein herrliches Blau. So viel uns bekannt ist, sind unsere deutschen Buchbinder mit diesen Färbemethoden längst vertraut.

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