Titel: Ein Verfahren flekig gewordene Seiden- und Baumwollenzeuge zu reinigen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1833, Band 50, Nr. XXXVIII./Miszelle 8 (S. 156)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj050/mi050038_8

Ein Verfahren flekig gewordene Seiden- und Baumwollenzeuge zu reinigen.

Einige Zeuge, wie z.B. die Seidenzeuge, und unter den Calico's jene mit rothem Grunde, erleiden an feuchten Orten wegen der in ihnen enthaltenen fetten Körper gern eine Veränderung, die allen Schnittwaarenhändlern wegen des Verlustes, den sie öfter dadurch erleiden, nur zu bekannt ist. Solche flekig gewordene Zeuge können nun, wenn das Uebel nicht zu weit gediehen, auf folgende Weise wieder vollkommen hergestellt werden. Man weiche ein Stük ungefärbten Calico in frisches Brunnenwasser, drüke es dann stark aus, um die möglich größte Menge Wassers wieder herauszuschaffen. Hierauf breite man den flekig gewordenen Zeug auf den Calico aus, und rolle beide Stüke auf einander auf, mit der Vorsicht jedoch, daß so wenig Falten als möglich entstehen. In diesem Zustande bringe man die Zeuge, in ein reines Tuch eingeschlagen, 12 bis 24 Stunden lang in einen Keller. Rollt man die Seidenzeuge nach dieser Zeit ab, so wird man deren Fleken zum Erstaunen auf dem weißen Calico fixirt finden. Appretirte Zeuge muß man nach diesem Verfahren wieder mangen etc., um ihnen etwas Festigkeit zu geben. Man darf übrigens mit der Anwendung dieses Verfahrens nicht zu lange warten; denn wenn die Fleken ein Mal den Körper der Zeuge selbst angegriffen haben, so ist dem Uebel natürlich nicht mehr abzuhelfen. (Aus dem Journal des connaissances usuelles. August 1833, S. 110.)

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