Titel: Ueber Seger's neue Uhr.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1833, Band 50, Nr. XLIX./Miszelle 11 (S. 235–236)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj050/mi050049_11

Ueber Seger's neue Uhr.

Das Mechanics' Magazine, No. 525 theilt aus dem Franklin Journal eine Notiz über eine Uhr mit, auf welche sich James S. Seger zu New-York ein Patent ertheilen ließ, und welche zwar nicht als Chronometer, aber, wie das Mech. Mag. meint, wegen ihrer Neuheit und Einfachheit die Aufmerksamkeit der Uhrmacher verdienen möchte. Die Beschreibung lautet wörtlich folgender Maßen: „Die Grundlage der Uhr besteht aus einem Brette von 6 Zollen im Gevierte, welches mittelst eines an einer seiner Eken befindlichen Ringes an einem Nagel aufgehängt werden soll. In den Mittelpunkt dieses Brettes wird ein runder stählerner Stift eingetrieben, und dieser Stift dient zur Aufnahme der Röhre oder der Trommel eines Schwungrades, dessen Durchmesser beinahe dem Durchmesser des Brettes gleich ist. Genau oberhalb der Zähne des Schwungrades, wird ein anderes stählernes Stük eingetrieben, welches eine Schneide bildet, die als Aufhängepunkt für das Pendel dient. Dieses Pendel besteht aus einer zwei Fuß langen, an beiden Enden belasteten Stange, welche wie ein Wagbalken in horizontaler Richtung auf der Schneide aufgehängt ist. An jeder Seite erstrekt sich ein Theil des Pendels nach Abwärts, so daß dasselbe Sperrkegel bildet, welche in die Zähne des Schwungrades eingreifen und also die Hemmung vorstellen. Die Fläche, auf welche die Stunden und Minuten gezeichnet sind, besteht bloß aus einem flachen |236| kreisförmigen Reifen, der bloß an der Spize des Schwungrades aufgehängt und mit Zähnen oder Einkerbungen versehen ist, welche wahrscheinlich in entsprechende Zähne an der Außenseite der Röhre eingreifen müssen, obschon hiervon in der Patenterklärung keine Erwähnung gemacht wird. An derselben Röhre ist auch noch ein zweiter, kleinerer Reif aufgehängt, und an diesem befindet sich ein hervorragender Theil, der den Stundenzeiger bildet. Die Größe der Oeffnungen und die Zahl der Ausschnitte an diesen aufgehängten Reifen muß so berechnet seyn, daß dieselben den übrigen Theilen der Maschinerie entsprechen. Die Kraft, welche den Gang der Maschine unterhält, ist ein Gewicht, welches auf die Röhre oder die Trommel des Schwungrades wirkt. Ein fixirter Draht, der sich von dem Mittelstifte an die Aufhänge-Schneide erstrekt, dient als Minutenzeiger, indem sich der aufgehängte Reif unter demselben dreht.“ Wir wünschen, daß unsere in der Uhrmacherkunst verständigen Leser aus dieser Beschreibung klüger werden möchten, als wir.

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