Titel: Ueber die Verfälschung des Papieres mit Kreide und Meudoner-Weiß.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1833, Band 50, Nr. XLIX./Miszelle 12 (S. 236)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj050/mi050049_12

Ueber die Verfälschung des Papieres mit Kreide und Meudoner-Weiß.

Man verfälscht das Papier in mehreren französischen Papiermühlen nicht selten mit Meudoner-Weiß und Kreide, um ihm dadurch eine größere Weiße und mehr Gewicht zu geben, da diese beiden Eigenschaften dem Papiere im Handel einen größeren Werth zu geben pflegen. Das Papier, in welchem keine übermäßige Menge von Meudoner-Weiß enthalten ist, zeigt seine Nachtheile erst dann, wenn es mit einer sauren Flüssigkeit benezt wird, wo es aus einander geht. Papier, welches viel Kreide enthält, ist brüchig, und hängt sich, wenn es zum Behufe des Drukes befeuchtet wird, in Floken an den Lettern an, so daß diese dadurch schnell verkleistert werden, und nie einen schönen, reinen, schwarzen, sondern meistens grauen Druk voller Auslassungen geben. – Diese Verfälschung läßt sich übrigens sehr leicht erkennen; man braucht das Papier nur in ein mit Schwefelsäure gesäuertes Wasser zu tauchen, indem sich hierbei sogleich ein leichtes Aufbrausen zeigen wird. Das Papier wird ferner durch die Behandlung in diesem Wasser durchsichtiger und leichter, und der Unterschied in dem Gewichte wird beiläufig den Gehalt des Papieres an Kreide bestimmen. In dem gesäuerten Wasser wird sich endlich ein aus Gyps bestehendes weißes Pulver absezen, aus dessen Gewicht sich gleichfalls der Gehalt an Kreide bestimmen läßt. (Aus dem Journal des connaissances usuelles. October 1833.)

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