Titel: Ueber die außerordentliche Feinheit der Spizenfaden.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1833, Band 50, Nr. LXIX./Miszelle 12 (S. 316)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj050/mi050069_12

Ueber die außerordentliche Feinheit der Spizenfaden.

Einer der merkwürdigsten Gegenstände bei der lezten Industrie-Ausstellung in dem gewerbfleißigen Valenciennes war die Sammlung superfeinen Spizengarnes, welche Hr. Lepers von Valenciennes vorlegte. Ein Muster dieses Garnes war das feinste, welches man bisher noch je gesehen hatte, und erregte die Bewunderung aller englischen Kaufleute, die auf alle mögliche Weise bemüht sind, diesen Industriezweig ganz in ihr Land zu verpflanzen, was ihnen jedoch kaum gelingen dürfte. Ein Kilogramm von diesem außerordentlich feinen Garne kostete nicht weniger als 6400 Franken, und war nicht weniger als 728,960 Meter lang! Wenn man bedenkt, daß oft in einem ganzen Bündel Flachs kaum ein Paar Fasern zu finden sind, die sich zu einem so feinen Gespinnste eignen, so wird man sich nicht über diesen hohen Preis wundern. Der Faden dieses Garnes hatte seiner Feinheit ungeachtet so viel Festigkeit, daß er sehr gut abgehaspelt und zur Spizenfabrikation verwendet werden konnte. (Aus dem Echo de la frontière.)

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