Titel: Beson's Methode, gußeiserne Gewichte zu verzinnen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1833, Band 50, Nr. XC./Miszelle 19 (S. 397)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj050/mi050090_19

Beson's Methode, gußeiserne Gewichte zu verzinnen.

Da die messingenen Gewichte, deren man sich bisher häufig bei kleineren Wagen bediente, etwas theuer kommen, so verfertigt man dergleichen Gewichte aus Gußeisen, die man dann, um sie gegen den Rost zu schüzen, verzinnt. Hr. Beson befolgt hierbei folgendes Verfahren. Die Gewichte werden zuerst in Schwefelsäure von 18 bis 20° gereinigt, hierauf in reinem Wasser abgewaschen, und dann in ein Wasserbad gebracht, dem man den 16ten Theil Salmiak zugesezt hat. Mittlerweile läßt man sehr feines und sehr reines Zinn schmelzen, welches man auf 100 Pfund mit 3 Unzen Kupfer versezt. Wenn diese Legirung den gehörigen Grad von Hize erreicht hat, ohne so heiß geworden zu seyn, daß sie nicht mehr an dem Gußeisen haften würde, so taucht man die Gewichte in dieselbe, wo sich dann das Zinn überall gleichmäßig anlegen wird. Die Gewichte, welche polirt werden sollen, müssen vorher auf einer Drehebank abgedreht werden, ehe man sie den angegebenen Operationen unterwirft. Nach dem Verzinnen und Erkalten bringt man sie neuerdings in die Drehebank, um sie in derselben mit einem Polirstahle zu poliren. Damit die 3 Unzen Kupfer leichter schmelzen, versezt man sie anfangs nur mit 6 Pfund Zinn, und taucht dann, damit die Legirung inniger geschehe, einen an einen Eisendraht gespießten Knoblauch hinein. Wenn dieses Gemenge gehörig in Fluß gerathen, so gießt man 1 Pfund desselben in 15 Pfd. eines gewöhnlichen Zinnbades. Dieses Verfahren eignet sich auch zum Verzinnen verschiedener anderer Gegenstände. (Aus dem Journal des connaissances usuelles. November 1833, S. 266.)

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: