Titel: Norman Rublee's Lampe zum Brennen von Talg, Wachs etc.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1833, Band 50, Nr. XC./Miszelle 22 (S. 398–399)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj050/mi050090_22

Norman Rublee's Lampe zum Brennen von Talg, Wachs etc.

Die Lampe zum Brennen von Talg, Spek, Wachs und verschiedenen anderen festen Oehlen, auf welche sich Norman Rublee von Montpellier, Vermont, Ver. Staaten, am 4. December 1832 ein Patent ertheilen ließ, hat einen Körper von der Form eines gewöhnlichen Sturzbechers oder Tummlers, dessen Dekel oder oberer Theil convex ist. In der Mitte dieses Körpers sind auf gewöhnliche. Weise Röhren mit Wiken befestigt, und innerhalb desselben befindet sich auch eine Art von Kelch, welche oben offen und beiläufig halb so hoch ist, als das äußere Gehäuse der Lampe. Dieser Kelch wird von einer Spiralfeder auf solche Weise emporgehoben, daß dessen oberer Rand mit dem Dekel der Lampe in Berührung erhalten wird, und von dem Mittelpunkte dieses Kelches steigt ein Draht, der aus Messing bestehen kann, durch ein Loch in der Mitte des Brenners empor. |399| Dieser Draht erstrekt sich so weit in die Höhe, daß er durch die Flamme des Dochtes erhizt wird, und durch die Hize dieses Drahtes, so wie durch die Hize, die dem Kelche und dessen Spiralfeder mitgetheilt wird, wird der Talg, das Wachs etc. geschmolzen erhalten. Soll die Lampe gefüllt werden, so wird der Talg, das Wachs etc. geschmolzen eingegossen, so zwar, daß nicht bloß der Kelch, sondern auch der Körper damit angefüllt ist. Wenn das Brennmaterial zum Theil verbrannt ist, und niedriger steht, als es zur Speisung des Dochtes nöthig ist, so wird der Erhizungsdraht herabgedrükt, wodurch der Kelch gleichfalls herabgedrükt und neuerdings gefüllt wird. Sobald der Druk nachläßt, wird der Kelch durch die Spiralfeder wieder in seine frühere Stellung emporgedrükt. – Die ganze Einrichtung dieser Lampe scheint zwar neu; die Anwendung eines erhizten Drahtes zum Schmelzen des Talges oder des Wachses ist aber schon alt. (Aus dem Franklin Journal im Repertory of Patent-Inventions. Oct. 1833. S. 216.

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