Titel: Ueber die Verfälschung des Olivenöhles mit Mohnöhl.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1833, Band 50, Nr. XC./Miszelle 27 (S. 400)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj050/mi050090_27

Ueber die Verfälschung des Olivenöhles mit Mohnöhl.

Die Verfälschung des käuflichen Olivenöhles mit Mohnöhl, welche immer mehr und mehr überhand nimmt, läßt sich sehr leicht auf folgende Weise erkennen. Man nehme zwei Gefäße von gleicher Größe, z.B. zwei kleine Glaskolben, und gebe in den einen reines Olivenöhl, in den anderen hingegen von jenem Oehle, welches man für verfälscht hält. Dann seze man auf 100 Theile dieser Oehle 4 Theile eines Gemenges zu, welches aus 3 Theilen Salpetersäure von 35° B. und einem Theile salpeteriger Säure besteht, wie man es bei der Zersezung des salpetersauren Blei's erhält, rühre beide Oehle mit einem Glasstabe um, und lasse die Gemenge stehen. Das Oehl wird bei dieser Behandlung um so schneller fest werden, je reiner es ist; ein Zusaz von 1 Proc. Mohnöhl wird das Festwerden um beiläufig 40 Minuten, und ein Zusaz von 20 Proc. um 90 Minuten verzögern. Ist das Mohnöhl in noch größerem Verhältnisse vorhanden, so würde das Oehl nur zum Theil erhärten, und es würde sich ein Theil der öhligen Flüssigkeit oben auf dem Gemische ansammeln. (Journal des connaissances usuelles. November 1833, S. 280.)

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