Titel: Hall's Verbesserungen an den Maschinen zur Papierfabrikation.
Autor: Hall, John
Fundstelle: 1834, Band 51, Nr. XLIX. (S. 215–216)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj051/ar051049

XLIX. Verbesserungen an den Maschinen zur Papierfabrikation, worauf sich John Hall der jüngere zu Dartford, Grafschaft Kent, in Folge einer von einem Fremden erhaltenen Mittheilung am 9. November 1830 ein Patent ertheilen ließ.

Die Maschine des Patentträgers ist zur Fabrikation von endlosem Papiere bestimmt. Dieses Papier soll durch die ununterbrochene kreisende Bewegung einer cylindrischen, mit Drahtgewebe überzogenen Form erzeugt werden. Das Wesentliche der Erfindung liegt in der Methode, den Trog, in welchen die cylindrische Form untergetaucht Ist, mit einem reichlichen Wasserstrome zu versehen, damit auf diese Weise ein beträchtlicher Druk auf die äußere Oberfläche des Cylinders erzeugt wird, und damit sich die Fasern des Zeuges in Folge dieses Drukes an die Form anlegen.

Fig. 9 ist ein Längendurchschnitt einer nach der gewöhnlichen Methode erbauten Maschine zur Papierfabrikation. a ist der Trog oder die Bütte, in welcher sich der Zeug befindet, und aus der derselbe in die Form geschafft werden kann. b ist eine Form, die aus |216| einem Cylinder oder aus einer Trommel besteht, deren Umfang gleich den Formen, die man gewöhnlich anzuwenden pflegt, mit einem Drahtgitter überzogen ist. cc ist ein halbcylindrischer Trog, in welchem die untergetauchte Trommel durch irgend eine zwekmäßige Vorrichtung umgedreht wird, und in welchen der Zeug aus der Bütte a fließt.

An jener Seite der Trommel, die dem Zeugbehälter gegenüberliegt, ist ein Trog d angebracht, und in diesen Trog läßt man einen reichlichen Wasserstrom gelangen, damit derselbe von hier aus in den halbcylindrischen Trog cc übergehe. Im Innern der cylindrischen Form oder der Trommel befindet sich eine gebogene Röhre e, um deren horizontalen Theil sich die Trommel an der einen Seite dreht. Diese Röhre steht an der äußeren Seite mit einer Pumpe in Verbindung, und durch die Thätigkeit dieser Pumpe wird das Wasser aus dem Inneren der cylindrischen Form ausgepumpt.

Auf diese Weise wird das Wasser in dem halbcylindrischen Troge außerhalb der Trommel auf bedeutend größerer Höhe erhalten, als innerhalb derselben, und folglich wird der Druk des Wassers beim Durchströmen durch das Drahtgitter die Fasern des Papierzeuges veranlassen an dem Umfange der Form hängen zu bleiben.

Das Wasser, welches durch die Röhre e aus dem Innern der Trommel aufgesaugt wird, wird durch eine eigene Leitung in den Trog d geführt, in welchem deren Entleerung durch die Scheidewände f gehindert wird, so daß das Wasser auf diese Weise beständig in einem dünnen Strome in den Formtrog fließt.

Damit der Zeug in dem Formtroge gehörig in Bewegung erhalten wird, wird der Rahmen g, der die Form eines Kreissegmentes hat, und dessen Riegel sich quer durch den Trog erstreken, hin und her bewegt. Dadurch werden die Fasern des Zeuges gegen den Umfang der Trommel getrieben, so daß sie, indem sie an dem Drahtgewebe hängen bleiben, das Papier bilden, welches dann, wie es an die Walze h gelangt, von dem endlosen Filze ii aufgenommen, und auf diesem in den Trokenapparat geführt wird, um in diesem nach dem Troknen auf einen Haspel aufgewunden zu werden.

Als seine Erfindung nimmt der Patentträger nur die Benuzung der Pumpe, um das Wasser aus dem Inneren der Trommel auszupumpen, und die Hinleitung des Wassers an die äußere Oberfläche der Trommel, wodurch das Hängenbleiben der Zeugfasern an der Oberfläche der Trommel durch einen hydraulischen Druk bewirkt wird, in Anspruch.

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