Titel: Baumwolle in sechs Operationen schwarz zu färben.
Autor: Robequin,
Jarlan,
Fundstelle: 1834, Band 51, Nr. LX. (S. 262–263)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj051/ar051060

LX. Verbesserte Methode Baumwolle in sechs Operationen schwarz zu färben. Verfallenes Patent der HH. Robequin und Jarlan, Kaufleute.

Aus den Annales de la Société Polytechnique. No. 10. S. 136.

Das Verfahren der Patentträger ist, auf ein Pfund Baumwolle berechnet, folgendes:

Erste Operation. Man schweife die Baumwolle wenigstens zwei Stunden lang in welchem Wasser ab; spüle sie zwei Mal in weichem Wasser, welches mit Indigoblau etwas dunkler als himmelblau gemacht worden; wasche sie hierauf zwei Mal aus, und lasse sie troknen.

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Zweite Operation. Man lasse die zubereitete Baumwolle eine Stunde lang in einer Beize weichen, die man sich bereitet, indem man 1/2 Pfund gekochtes und mehrere Tage eingeweichtes altes Eisen auf einen Liter starken Orleaner-Essig nimmt. Wenn die Baumwolle aus diesem Bade kommt, läßt man sie troknen.

Dritte Operation. Man lasse die Baumwolle 2 Stunden lang kochen, und gebe sie hierauf 22 Stunden lang in ein Bad, in welchem man 8 Unzen Erlenholz, eben so viel Campescheholz, 8 Unzen guten Krapp, eben so viel Gallapfel und eine Unze sehr trokenen Grünspan 2 Stunden lang kochen ließ.

Vierte Operation. Man weiche die Baumwolle mehrere Stunden lang in ein lauwarmes Bad, in welchem 8 Unzen Sumach abgesotten worden, und hänge sie dann auf.

Fünfte Operation. Man weiche die Baumwolle eine Stunde lang in ein lauwarmes Bad, in welchem 4 Unzen Eisenvitriol aufgelöst worden, und spüle sie dann so lange aus, bis das Wasser klar aus der geschlagenen Baumwolle abläuft.

Sechste Operation. Man gebe der Baumwolle in einem lauwarmen Bade, dem eine Unze Olivenöhl zugesezt worden, Weiche und Milde, ringe sie dann aus und trokne sie, womit der Proceß beendigt ist.

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