Titel: Ueber die Bereitung von farbigen Bleistiften nach dem Verfahren der Brüder Joel.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1834, Band 51, Nr. XIII./Miszelle 15 (S. 74–75)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj051/mi051013_15

Ueber die Bereitung von farbigen Bleistiften nach dem Verfahren der Brüder Joel.

Man nehme, sagen die Brüder Joel, zur Verfertigung der farbigen Bleistifte einerseits Gummilak in Tafeln, Weingeist von 30°, blauen Thon von Arcueil, und Venetianerterpenthin; andererseits aber: Berlinerblau, feines Operment, Bleiweiß, holländischen Zinnober, reinen Carmin. Durch gehörige Vermengung dieser verschiedenen Färbestoffe kann man dann die verschiedensten Farben zusammensezen. Um ein Pfund Bleistiftmasse zu bereiten nehme man:

Gummilak 3 Unzen
Weingeist 2 –
Terpenthin 1 –
Farbematerial 6 –
Thon 4 –
–––––––––
16 Unzen.

Die Farben müssen mit Wasser abgerieben, der Gummilak in Weingeist aufgelöst, der Terpenthin am Feuer flüssiger gemacht, der Thon geschlemmt, durch |75| ein Haarsieb gesiebt und hierauf getroknet werden. Man menge den getrokneten und gepülverten Thon unter die Gummiauflösung, seze dem Gemenge den Terpenthin und die Farben zu, und bringe dann das Ganze in eine Beutelmühle, oder reibe es wenigstens eine Stunde lang ab, um es hierauf so lange der Luft auszusezen, bis die Masse die Consistenz eines diken Teiges erhält. Diesen Teig bringe man in eine Presse, deren Einrichtung den Vermicelli- oder Macaronipressen ähnlich ist, und in welche man je nach der Form und Dike, die man den Bleistiften geben will, verschiedene Model einsezen kann. Die ausgepreßten Stifte lege man hierauf in luftdicht verschlossene, blechene Büchsen, in denen man sie eine Viertelstunde lang der Einwirkung eines lebhaften Feuers aussezt. Das Holz, in welches diese Stifte gefaßt werden, wird auf die gewöhnliche Weise zubereitet. (Journal des connaissances usuelles. December 1833, S. 321.)

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