Titel: Ueber die Bereitung von Potasche aus dem Heidekornstroh.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1834, Band 51, Nr. XIII./Miszelle 22 (S. 76–77)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj051/mi051013_22
|77|

Ueber die Bereitung von Potasche aus dem Heidekornstroh.

Wir haben schon oft darauf aufmerksam gemacht, daß eine große Menge Potasche erzeugt, und eine große Holzverwüstung erspart werden könnte, wenn man die Masse von Vegetabilien, welche man unbenuzt absterben und verwesen läßt, auf Potasche verwenden würde. Zu diesen Pflanzen gehört nun vorzüglich auch das Heidekorn oder der Buchweizen, der in manchen Gegenden häufig gebaut wird, der sehr reich an Potasche ist, und dessen ausgedroschene Stiele nicht selten nicht ein Mal als Streue gehörig verwendet werden können. Der Recueil industriel, October 1833, S. 80, empfiehlt daher den Oekonomen das ausgedroschene Heidekornstroh auf einer eben geschlagenen Fläche des Bodens einzuäschern; die abgekühlte Asche in Fässern aufzubewahren, bis man einen gehörigen Vorrath davon gesammelt hat, die gesammelte Asche endlich zu einer Zeit, zu welcher der Landmann wenig beschäftigt ist, auszulaugen, und die Lauge dann bis zur Trokenheit einzudampfen. Die trokene Masse, die man dadurch erhält, braucht dann nur mehr einige Stunden lang in einem Ofen roth geglüht zu werden, um die schönste und reinste Potasche zu liefern. Ein mit Heidekorn bebautes Jauchert oder Tagwerk Landes gibt auf diese Weise wenigstens 7 Kilogramme Potasche, und diese Quantität ist (in Frankreich wenigstens) hinreichend, um die Kosten des Erntens, Dreschens und Reinigens des Heidekornes, so wie auch die Kosten der Potaschebereitung reichlich abzubezahlen.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: