Titel: Ueber ein durch die Füße des Fahrenden betriebenes Fuhrwerk.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1834, Band 51, Nr. XIII./Miszelle 6 (S. 71)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj051/mi051013_6

Ueber ein durch die Füße des Fahrenden betriebenes Fuhrwerk.

In den Straßen von Chelmsford ließ sich kürzlich ein Individuum von Romsford sehen, welches in einem angeblich von ihm erfundenen und von ihm selbst in Bewegung gesezten Wägelchen herumfuhr. Dieses Fuhrwerk hat drei Räder, von denen das vordere zur Leitung oder Steuerung dient. Die Triebkraft wird durch die Füße des Fahrenden erzeugt, indem dieselben auf zwei mit der Achse der hinteren Räder in Verbindung stehenden Brettchen oder Tretschämel wirken. An der rechten Seite ist ein Rad angebracht, welches mit der Hand in Bewegung gesezt wird, und wodurch die Kraft verstärkt werden kann, wenn es sich um das Hinauffahren eines Hügels handelt. Wir haben dergleichen pedomotive Wagen (pedomotive Carriages) schon mehrere erscheinen und wieder aufgeben sehen; der gegenwärtige scheint uns aber deßwegen merkwürdig, weil der Verfertiger versichert, mit Leichtigkeit 7 engl. Meilen in der Stunde damit zurüklegen zu können, und weil dessen Bau so einfach ist, daß der Erfinder ihn für 40 Schill. (24 fl.) zum Verkaufe anbietet. Der Erfinder will jezt ein solches Wägelchen bauen, in welchem er auch seine Frau mit sich führen kann, ohne daß dieselbe mit ihren Beinen oder Armen mitzuhelfen brauchte. (Mechanics' Magazine, No. 537. Wir sahen diesen Herbst auch in einer benachbarten Hauptstadt einen solchen pedomotiven Wagen herumkutschiren, bei welchem jedoch die Fußbewegungen ziemlich anstrengend schienen, und dessen Maschinerie jedenfalls sehr unvollständig gebaut war, weil man sie auf eine bedeutende Entfernung hin knarren und schnurren hörte).

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