Titel: Wieder eine neue Art von Velocipede.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1834, Band 51, Nr. XXXIII./Miszelle 12 (S. 154)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj051/mi051033_12

Wieder eine neue Art von Velocipede.

Zu York langte kürzlich ein Mann in einer angeblich von ihm erfundenen und sogenannten Reisemaschine an, welche bei einem großen Theile der Bevölkerung großes Interesse erregte. Die Maschine ist nach dem seit Drais's Erfindung mannigfaltig modificirten Principe der sogenannten Velocipede erbaut, besizt aber ewige Eigenthümlichkeiten, die, so viel wir wissen, keiner der früheren ähnlichen Maschinen zukommen. Der Leib desjenigen, der mit dieser Maschine fahren will, befindet sich nämlich in einem Reifen, der gerade so weit ist, als es zur Aufnahme des Leibes nöthig ist. Von jeder Seite dieses Reifens gehen horizontale Wellen aus, denen zwei leichte Räder von beinahe 6 Fuß im Durchmesser angebracht sind. Hart an dem Ringe steigen zur Unterstüzung der Arme zwei kurze Rüken empor, welche so wie der Reifen, gehörig gefüttert und gepolstert sind. Der Körper ist auf diese Weise so aufgehängt, daß die Füße eben den Boden berühren und auf diese Weise durch einen Stoß die Räder in Bewegung sezen können. Die ganze Maschine wird durch einen Hebel, auf welchem die Hände ruhen, dirigirt. Der Erfinder behauptet, daß er mit seinem Fuhrwerke auf einer nur etwas guten Straße mit Leichtigkeit 9 engl. Meilen in einer Stunde zurüklegen kann; so viel man zu York sah, weiß er dieselbe wenigstens mit Gewandtheit und Leichtigkeit zu lenken und anzuhalten. (Aus dem York Herald im Mechanics' Magazine, No. 208.)

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