Titel: Ueber den Einfluß der Farbe auf die Absorption des Wärmestoffes und verschiedener Gerüche.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1834, Band 51, Nr. XXXIII./Miszelle 18 (S. 155–156)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj051/mi051033_18

Ueber den Einfluß der Farbe auf die Absorption des Wärmestoffes und verschiedener Gerüche.

Hr. James Stark, Md. von Edinburgh, hielt am 20. Junius 1833 vor der Royal Society einen Vortrag über den Einfluß der Farbe auf die Absorption |156| des Wärmestoffes und verschiedener Gerüche, als über einen Gegenstand, über welchen, wie er irrig meint, vor ihm nur Franklin und Davy Versuche anstellten. Er bediente sich bei der Erforschung dieses Gegenstandes wollener, seidener und baumwollener Zeuge, die er um die Kugel eines in eine gläserne Röhre eingesezten Thermometers wand; diese Röhre tauchte er mit dem Thermometer in siedendes Wasser, wo dann die Zeit, die das Queksilber braucht, um von einem bestimmten Punkte bis zu einem anderen zu steigen, genau beobachtet wurde. Andere Versuche wurden mit einem Luftthermometer angestellt, an welchem er die Kugel mit verschieden gefärbten Zeugen bekleidete, und dessen Kugel er mittelst polirter Reflectoren einer Argand'schen Lampe erhizte. Die Resultate, zu welchen er hierbei kam, stimmen so ziemlich mit jenen Franklin's und Davy's überein, indem die Farben in Hinsicht auf Absorptionskraft für den Wärmestoff in folgender Ordnung auf einander folgen: Schwarz, Braun, Grün, Roth, Gelb und Weiß. Hr. Stark erforschte auch die Unterschiede, die in Hinsicht aus Ausstrahlung der Wärme zwischen den verschiedenen Farben bestehen, und bediente sich hierbei einer Methode, die im Ganzen das Gegentheil der Methode zur Bestimmung der Absorption ist, d.h. er sezte einen mit verschieden gefärbten Substanzen bekleideten Thermometer einem Abkühlungsprocesse aus. Das Hauptresultat aller dieser Versuche war, daß die verschiedenen Farben in Hinsicht auf Ausstrahlung des Wärmestoffes in derselben Ordnung auf einander folgen, wie in Hinsicht auf Absorption. – In dem zweiten Theile seiner Abhandlung gibt der Verfasser eine Uebersicht der Versuche, die er anstellte, um zu ermitteln, welchen Einfluß die Farbe auf die Absorption verschiedener Gerüche hat. Er wendete hierzu verschieden gefärbte Wollenzeuge an, und sezte sie dem Dampfe von Kampher und Asand, wobei er jedes Mal fand, daß schwarzes Tuch den stärksten, und weißes den schwächsten Geruch annahm, und daß rothes zwischen beiden in der Mitte stand. Mit Baumwolle und Seide ergaben sich dieselben Resultate, die nicht nur durch den stärkeren Geruch, sondern auch durch die verhältnißmäßige Gewichtszunahme der verschiedenen Zeuge erwiesen wurden. (Aus dem Repertory of Patent-Inventions. Januar 1834, S. 29.)

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