Titel: Verbesserte Methode den Waid zuzubereiten.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1834, Band 51, Nr. XXXIII./Miszelle 26 (S. 158)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj051/mi051033_26

Verbesserte Methode den Waid zuzubereiten.

Die HH. Georg Bommer, Helmstetter und Rieger erhielten vor einigen Jahren in Frankreich ein Patent auf eine verbesserte Methode den Waid zuzubereiten, welches so eben abgelaufen ist. Das Verfahren, wornach sie in ihrer in vollem Gange befindlichen Fabrik arbeiten, ist folgendes. Die Waidblätter werden zuerst auf einer gewöhnlichen Waidmühle gemahlen, dann in Ballen geformt und mit den Händen ausgepreßt. Diese ausgepreßten Ballen läßt man 5 bis 6 Tage lang an der Luft troknen und gähren; in die ausgepreßte Flüssigkeit hingegen, welche man in Fässer oder Kufen bringt, gibt man gelöschten Kalk und Urin von Menschen, und zwar in einem solchen Verhältnisse, daß auf jeden Hectoliter Saft ein Schäffel Kalk und 4 Liter Urin kommen. Ist dieß geschehen, so zermalmt man in diesem Gemenge aus Waidsaft, gelöschtem Kalke und Urin die ausgepreßten und getrokneten Waidballen, so zwar, daß auf 25 Kilogr. oder 50 Pfd. Waidballen 2 Liter Composition kommen. Man erhält auf diese Weise einen Teig, aus welchem man Kugeln formt, die man der Luft aussezt, um sie troknen zu lassen. Sie werden dabei hart, und nehmen je nach der Güte der angewendeten Waidblätter eine mehr oder minder ausgesprochene Farbe an. (Aus den Annales de la Société polytechnique, No. 9)

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