Titel: Ueber die Benuzung der Weintrestern zur Viehmastung.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1834, Band 51, Nr. XXXIII./Miszelle 27 (S. 158–159)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj051/mi051033_27

Ueber die Benuzung der Weintrestern zur Viehmastung.

Wenn man, sagt ein Correspondent des Journal des connaissances usuelles, ein Schaf schnell mästen will, so braucht man ihm innerhalb eines Monates nur so viel Weintrestern zu fressen zu geben, als man von 112 Liter Wein erhält. Wer daher hundert Mal 112 Liter Wein gekeltert hat, kann sehr leicht 100 Schafe mästen. Man füttert die Schafe Morgens, ehe sie auf die Weide gehen, und Abends, wenn sie heimkommen, mit diesen Trestern, die sie dem besten Heue vorziehen. Anfangs soll man ihnen jedoch keine zu große Quantität davon zu fressen geben, damit man sie allmählich an den aus den Trestern emporsteigenden Dampf gewöhnt. – Reife Trauben mit Kleien gemengt sind eines der besten Mittel, um Schafe, Hornvieh und Pferde schnell fett zu machen; wenn man täglich |159| drei Mal eine Portion davon reicht, so ist die Mastung gewöhnlich in 3 Wochen bezwekt. Eine Quantität Trauben, welche 112 Liter Wein gibt, und 10 bis 12 doppelte Decaliter Kleie reichen hin, um jedes Pferd, wie mager es auch seyn mag, fett zu machen.

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