Titel: Neueste Unfälle nordamerikanischer Dampfboote.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1834, Band 51, Nr. XXXIII./Miszelle 3 (S. 150–151)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj051/mi051033_3

Neueste Unfälle nordamerikanischer Dampfboote.

Nachrichten aus New-York zu Folge haben sich in den lezten Monaten außerordentlich viele Unglüksfälle auf den zahlreichen amerikanischen Dampfbooten ereignet. Man zahlte deren nicht weniger als 12, wobei mehr Menschen um ihr Leben kamen, als in England seit 12 Jahren auf den Dampfbooten verunglükten. Die vorzüglichsten dieser Unfälle sind folgende. Auf dem New England berstete ein Kessel, wobei 16 Menschen ihr Leben einbüßten. Der St. Martin ging auf dem Mississippi in Flammen auf, und über 30 Personen fanden den Tod in den Wellen oder in den Flammen; eben so verbrannte der Capstan mit 20 bis 30 Personen. Auf dem Illinois berstete ein Kessel und tödtete 13 Personen; auf dem Thomas Yeatman wurden durch ein gleiches Unglük 7, und auf dem Paul Pry 1 Person getödtet. Der Columbia versank, wobei 4 Personen umkamen. Eben so versanken der Rapid, der Peruvian und der Chippewa; der Black Hawk verbrannte und der |151| George Washington scheiterte. Die Times glauben, daß der Grund dieser zahlreichen Unfälle darin zu suchen sey, daß die amerikanischen Dampfboote, die sich in lezter Zeit so außerordentlich rasch vermehrten, gar keiner Aufsicht unterliegen, während die englischen streng untersucht werden. (Galignani's Messenger, No. 5874.)

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