Titel: Cochrane's Verbesserungen an den Ruderrädern sind nicht neu.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1834, Band 51, Nr. XXXIII./Miszelle 5 (S. 151–152)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj051/mi051033_5

Cochrane's Verbesserungen an den Ruderrädern sind nicht neu.

Die Ruderräder, auf welche der bekannte William Crskine Cochrane am 14. Januar 1829 ein Patent erhielt, sind ganz dieselben, wie jene, die Hr. Samuel Lambert bereits am 4. April 1819 patentiren ließ. Die ganze Erfindung besteht nämlich in einer Vorrichtung, in Folge deren sich die Schaufeln des Treibrades eines Dampfbootes einzeln um ihre Mittelpunkte drehen, damit sie mit der Kante in das Wasser ein- und wieder austreten. Dieser Zwek wurde schon auf verschiedene Weise zu erreichen gesucht, und daher mag folgende kurze Andeutung des Cochran'schen Verfahrens genügen. Statt daß die Schaufeln unbeweglich in den Reifen des Ruderrades befestigt sind, wie dieß bei den gewöhnlichen Ruderrädern der Fall ist, haben die verbesserten Schaufeln zwei Achsen, von denen die eine in dem äußeren Reifen des Rades aufgezogen ist und sich darin dreht, während die andere Achse die Schaufel mit einem Ringe in Verbinsezt, der in Hinsicht auf die Achse des Rades eine excentrische Stellung hat. Durch diese Einrichtung werden die einzelnen Schaufeln bei jedem Theile der Umdrehung, die das Rad vollbringt, immer in senkrechter Stellung erhalten, so daß sie also mit der Kante in das Wasser ein-, und eben so wieder aus demselben austreten, und daß ihre Flächen folglich, während die Schaufeln im Wasser untergetaucht sind, mit der Wasserfläche vollkommen rechte Winkel bilden, und mithin |152| die möglich größte Triebkraft ausüben. (Aus dem London Journal of Arts. Supplement 1833, S. 157.)

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